Oh, ich darf mir was wünschen! Sagt zumindest der Griesgram an dieser Stelle an der er nach moppedbezogenen Wünschen schreibt (mit dem Hashtag #motwunsch), die auch gerne mal unrealistisch sein dürfen.

Da hätte ich was.

Ich benötige ein Gadget, dass mein Motorradproblem an seiner Wurzel anpackt und das Problem “keine Zeit” für mich löst. Das Leben ist voll von Verpflichtungen und Verlockungen und für das Hobby auf zwei Rädern bleibt doch viel zu wenig Zeit – wäre es also nicht schön wenn man sich auf sein Mopped setzt, die Zeitblase aus dem Zubehör einschaltet und um einen herum bleibt die Zeit stehen? Eine ganze Tankfüllung verfahren und am Ende wären nur ein paar Sekunden vergangen? Angenehmer Nebeneffekt: Wenn um einen herum die Zeit still steht, muss man sich auch nicht mehr mit den anderen Vehrkehrsteilnehmern rumärgern, die in der eigenen Wahrnehmung wohl eher stationär auf der Fahrbahn rumstehen würden.

Zugegeben, die Zeit anzuhalten ist natürlich Quatsch, umgekehrt sollte es funktionieren: Die Zeit in der Blase müsste um ein Vielfaches beschleunigt werden, da muss man halt irgendwas™ an der Gravitation drehen. Ich sage nur Zeitdilatation, wisster bescheid, oder?

Wahrscheinlich könnte der Energiebedarf eines solchen Zubehörteils nicht direkt über die Lichtmaschine geliefert werden, sondern benötigt vielmehr die Leistung einer handvoll handelsüblicher Sonnen, aber wie bei den Akkus von Elektrofahrzeugen ist das bestimmt nur eine Sache der Zeit bis das gelöst wird. Hinzu kommen noch Fragestellungen, wie sich so eine Zeitblase auf das Raum-Zeit-Kontinuum des befahrenen Planeten auswirkt und ob ein Eintragung beim TÜV nötig wäre. Und was passiert eigentlich, wenn sich zwei Zeitblasen-Piloten irgendwo “treffen”?

Fragen über Fragen über die ich hier gar nicht nachdenken will und kann – habe grade keine Zeit.

 

Wunsch #2: ‘ne kleine Enduro hätte ich gerne mal wieder…


Die für dieses Blog relevanten Fotos aus dem Bretagne Urlaub…
Nun ist diese kleine Insel nicht wirklich ein großes Motorradrevier, ein paar interessante Zweiräder kamen mir aber trotzdem vor die Linse (und ein paar Allerweltsmoppeds).

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Interessant auch die Optionen, die man hier für Miet-KFZ hat:
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Klar, würde ich die Alpine MotoSafe Ohrstöpsel testen wollen. Für ein wenig high-tech bin ich ja immer zu haben und wenn man sich bislang auf langen Fahrten immer nur Schaumstoffpfropfen in die Ohren gesteckt hat sieht die Gummi-/Plastik Konstruktion mit wechselbaren Einsätzen schon ein wenig nach schöner neuer Welt aus. So ließ ich mir die Dinger von Alpine schicken (danke!) und via Facebook-Verlosung wurden dann gleich noch zwei weitere unters Volk gebracht.

MotoSafe Ohrstöpsel

MotoSafe Ohrstöpsel

Die wichtigste Eigenschaft der MotoSafe Stöpsel ist die selektive Dämpfung der Umgebungsgeräusche, d.h. laute Windgeräusche werden stark gedämpft, Sprache oder Musik sind sehr viel besser zu verstehen als beim Einsatz der Schaumstoffkollegen. Musik oder Kommunikation unterm Helm ist jetzt nicht so mein Ding aber immerhin muss man bei der Tanke oder beim kurzen Anhalten nicht gleich die Stöpsel aus den Ohren pulen, um mitkommunizieren zu können. Durch den Austausch der farbigen Filter (gelb und grün werden mitgeliefert) lassen sich unterschiedlich Dämpfungswerte realisieren, was tatsächlich spürbar ist.

Den Tragekomfort empfinde ich als recht angenehm, es wird (bei mir) kein zu starker Druck auf den Gehörgang ausgeübt. Für den Anfang war auch die “Einführhilfe” (dass ich sowas mal benötige…) praktisch. Diese hilft auch dabei dass die Dinger nicht zuviel Dreck abbekommen, dass war eigentlich immer das Problem bei den mehrfach verwendeten Schaumstoffpfropfen: zwei drei mal mit Moppedfingern auf Gehörgangsgröße zusammengedreht, schon sind sie reif für die Tonne oder eine Intensivwäsche. Die MotoSafes habe ich bislang noch nicht waschen müssen, dies stelle ich mit aber wenig aufwendig vor, das sie sich ja auch nicht mit Wasser vollsaugen.

Ein wenig Pflege will man seinen Stöpsel dann aber auch angedeihen lassen, schließlich zahlt man für das Set mit drei (der Trend geht zum Drittohr) Stöpseln und Tasche gut €25 Euro. Wer auf das Täschchen verzichten kann bekommt die gleichwertigen MusicSafe im freien Handel für knapp €20…

Fazit: Technisch halte ich die MotoSafe Stöpsel der Schaumstoffvariante überlegen. Abwägen sollte man, dass man sich ein weiteres Gimmick zulegt, dass man dann lieber nirgends vergessen oder verlieren sollte und welches hin- und wieder etwas Pflege bedarf.

 


Weibersbrunn im späten April – immer wieder gerne nehme ich die Einladung von Honda an, zusammen mit anderen Internetlern die Vorzüge der aktuellen Modellpalette zu “erfahren”. Die Sonne scheint über den Spessart, auf dem Hof stehen rund 50 Moppeds – das könnte ein Tag der angenehmeren Sorte werden. Wurde es dann auch und so viele verschiedene Zweiräder bin ich an einem Tag noch nie gefahren – mal gucken ob ich noch alle zusammenkriege…

Roller-Riege

Roller-Riege

Integra

Integra (rechts)

Es beginnt mit der obligatorischen Rollerrunde zum Warmwerden, wobei ich die kleinen 50er gleich links liegen lasse und mir den aktuellen Integra schnappe, der vom neuen 750er Zweizylinder der NC Reihe bewegt wird. 55PS und die Tricolor-Lackierung lassen einen fast glauben man wäre auf einem “richtigen” Mopped unterwegs. Das serienmäßige DCT fühlt sich auch deutlich besser an als die die sonst üblichen Fliehkraftkupplungen mit dem Gummibandfeeling. Vor dem Rückweg zum Basislager dann Maschinentausch.

PCX125

PCX125 – So ein Roller halt…

Ich erwische einen PCX125. Ja, das ist so ein typischer Roller und an positiven Eigenschaften kann ich ihm immerhin zugestehen, die MSX125 auf der Landstraße versägen zu können, wenngleich ich letztere dem PCX jeden Tag vorziehen würde (was mir an diesem Tag aber nicht vergönnt war).

Anschließend verspüre ich den deutlichen Drang nach mehr Leistung und Ralf und ich schnappen uns die CB1000R und die Fireblade SP. Beide Moppeds hatte ich ja schon letztes Jahr durch den Spessart gescheucht und das Fazit bleibt gleich: Die CB1000R ist auf der Landstraße wirklich eine Macht und liefert gut beherrschbare Power. Bei der Fireblade habe ich ständig das Gefühl die Maschine zu unterfordern und wünsche mir während der Fahrt ein HUD-Display mit dem mir unbekannten Straßenverlauf, um noch ein paar Sekunden rauszuholen…

VFR800F

VFR800F

Vor dem Mittagessen greife ich mir noch den (heimlichen?) Star dieser Veranstaltung, die neuaufgelegte VFR800F. Die eigentlich recht schlicht (oder ist das schon “retro”?) gestaltete VFR weiß zu gefallen. Auf dem Papier lesen sich 106PS und 242kg eher durchschnittlich doch das Handling ist wirklich gut, die Ausstattung ordentlich (verstellbare Sitzbank, Heizgriffe, Traktionskontrolle, LED-Scheinwerfer) und der V4 macht sich ab 7000 U/min – wenn sich per VTEC ein paar mehr Ventile an der Arbeit beteiligen – nicht nur akustisch sehr angenehm bemerkbar. Eine mehr als würdige Weiterführung der VFR-Ahnenlinie und gleichzeitig Gewinnerin des unter Bloggern inoffiziell und intern auslobten Preises “Mopped, das ich mit nach Hause nehmen würde” (MDIMNHNW).

CRF250M

CRF250M

Den Beweis, daß man um Spaß zu haben nicht auf viel Hubraum oder dreistellige PS-Zahlen angewiesen ist, tritt die CRF250M (M für Supermoto) an. Was diese kleine Enduro auf 17-Zoll Straßenreifen ausmacht ist ihre wunderbare Agilität, so einfach kommt man mit kaum einer anderen Maschine ums Eck. 23 PS hin oder her, sowas könnte ich mir durchaus als Zweitmopped vorstellen. Macht einfach Spaß.

NC750S DCT

NC750S DCT

Den Motor aus dem Integra bekomme ich dann nochmal verpackt in die NC750S unter den Hintern. Für den Gelegenheits-NC-Fahrer erschließen sich die Unterschiede zur “alten” 700-Kubik Version nicht sofort, nach wie vor ist der Motor in den unteren Drehzahlbereichen wirklich stark, nach oben hin kommt aber dann nicht mehr viel außer dem Begrenzer. Ziemlich gut funktioniert mittlerweile das optionale Doppelkupplungsgetriebe, das wimre in seiner dritten Version angekommen ist und sehr entspanntes Fahren ermöglicht.

CB650F

CB650F

Dann wieder großer Moppedtausch in der Runde und ich ergattere die neue CB650F, die als Hornet-Nachfolger gilt aber unter Fans wohl ein wenig Akzeptanzprobleme hat, weil dem neu entwickelten Motor die Supersportgene fehlen, die die “richtige” Hornet durch den runtergetunten CBR600RR Motor erhielt. Sei’s drum, ich bin positiv überrascht, der Motor ist wirklich drehfreudig, hat (eigentlich) genug Leistung (87PS) und man sitzt ziemlich vorderradorientiert – beim Wechsel von der NC750S hatte ich kurzzeitg den Eindruck, man hätte mir das vordere Viertel des Moppeds abgesägt.  Flink, fahrspaßig und gut zu handlen, wenn man an das Thema nicht religiös herangeht, darf man das Wort “Hornet-Nachfolger” eigentlich doch in den Mund nehmen.

CTX1300

CTX1300

Wie, Tag schon fast rum, nur noch eine halbe Stunde bis ich wieder fort muss? Dann spekuliere ich lieber nicht darauf, daß die CB1100 nochmal für eine Testfahrt wiederkommt, sondern schwinge mich auf die extravagante CTX1300. Eckdaten: V4 mit 1261ccm Hubraum, 84PS Leistung, Gesamtgewicht 338kg. Dafür sind aber auch integrierte Koffer und eine Stereoanlage mit an Bord. Richtig, das ist kein quirliges Landstraßenbike, sondern ein sog. “Custom Tourer”. Die Sitzposition ist – natürlich – sehr bequem, die Lenkerenden kommen einem weit entgegen und das Blickfeld wird dominiert von den Lautsprecherboxen, den zwei Rundinstrumenten und dem wirklich gut ablesbaren schwarz/weiß Display. Der Motor klingt echt nett, zieht aber nicht spektakulär, das gehört aber wohl auch nicht ins Anforderungsprofil eines Tourers. Seit den Testfahrten mit der Gold Wing ist der Respekt vor den ganz großen Tourern bei mir ja deutlich kleiner geworden und auch die CTX1300 lässt sich trotz ihrer Ausmaße und des Gewichts einfach durch die Kurven bewegen. Nettes Detail: die automatische Blinkerrückstellung, die tatsächlich funktioniert (Hexenwerk!).

Wieder im Basislager angekommen heisst es dann schon wieder Abschied nehmen und ab nach Hause.
Das war wirklich ein intensiver Testtag: Neun verschiede Modellen konnte ich (natürlich viel zu kurz) probefahren und die ganze Bloggerbande hat man auch mal wieder gesehen. Vielen Dank an Honda und an alle Beteiligten und hoffentlich bis zum nächsten Jahr!


Ich glaube, hier im Blog noch nie etwas über Ohrstöpsel geschrieben zu haben und eine Verlosung gab es auch noch nie. Dann kann ich jetzt wohl gleich zwei Dinge auf einmal abhaken.

MotoSafe Ohrstöpsel

MotoSafe Ohrstöpsel

Drüben auf meiner Facebook-Seite verlose ich bis Samstag 29.3. zwei Sets mit Alpine MotoSafe Stöpseln, die ich grade in der Praxis teste – Bericht folgt!


Wenn ich meinen privaten Aufzeichnungen – also diesem Blog – Glauben schenken darf, war ich wohl 2008 das letzte mal auf den Hamburger Motorradtagen. Zeit also dieser zuletzt etwas lauen Veranstaltung mal wieder eine Chance zu geben.

Immerhin sind mittlerweile wieder alle großen und mittelgroßen Hersteller in den Messehallen vertreten, vor meinem Boykott glänzte so manch einer mit Abwesenheit. Entweder sind die Marketingbudgets wieder gewachsen oder man hat es nötiger denn je, sich zu präsentieren.

Wenn man wenig erwartet, kann man auch nicht so leicht enttäuscht werden und so war der Messebesuch eigentlich auch eine ganz runden Sache. Keine großen Highlights aber alle interessanten Neuerscheinungen waren zu sehen und die Wurst schmeckte auch. Bis zum nächsten Mal vergehen wahrscheinlich dann auch keine sechs Jahre mehr – nur höchstens zwei oder drei…

Mitgebracht habe ich noch ein paar Detail-Schnappschüsse. Wer kann diese den Modellen zuordnen?

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