Hauptsächlich Auto würde ich sagen… und Bus und viel Metro. Trotzdem hatte ich mir vorgenommen, während eines einwöchigen Urlaubs in der Stadt am Perlfluss mal die paar Zweiräder abzulichten, die mir vor die Linse kommen sollten.

Anders als in anderen asiatischen Ländern sind Mop(p)eds hier nicht das typische Massentransportmittel, sondern eher der sehr gut ausgebaute ÖPNV. Mit Bus, Tram und U-Bahn kommt man eigentlich überall hin. Die Straßen gehören der Dosengemeinschaft, die zu 50% aus Taxis und (fast) 50% automobiler Oberklasse besteht.

So fährt man hier hauptsächlich beruflich Motorrad. Die meisten Motorradfahrer in Honkong sind entweder Polizisten…

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…oder liefern auf einer CB250 (nur in weiss) Essen aus.

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Da muss wohl in den Achtzigern jemand ein komplettes Containerschiff mit den Dingern bestellt haben…

Die Freizeitfahrer sind dann eher mit neueren (teureren) Maschinen unterwegs und man kann davon ausgehen, dass sie nachts in der Tiefgarage neben deutschen oder englischen Limousinen parken.

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Dabei ist es durchaus nachvollziehbar, dass sich die Expats ihre Moppeds mit nach Hongkong nehmen oder sich dort etwas kaufen, denn abseits der Ballungsgebiete Honkong Island oder Kowloon ist die chinesische Sonderverwaltungszone ziemlich grün und hügelig und der Verkehr ist dort durchaus erträglich. Dann muss man nur noch mit den im Sommer schwül-warmen Temepraturen zurechtkommen.

A propos chinesische Sonderverwaltungszonen: Macao ist durchaus auch eine Reise wert und in nur einer Stunde günstig von Hongkong zu erreichen. Richtig motorsportlich wird es dort aber nur zu Grand Prix Zeiten im November und man konnte im März nur schwach erahnen, wie es wohl ist, wenn die Boxengasse nicht als Garagen genutzt und die Tribünen gefüllt sind.

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Leid können einem die zivilen Kradfahrer tun,  die anscheinend auch an der Front ihr Kennzeichen präsentieren müssen.DSC_0157 Ausser Rollern gab es dort aber nichts zu sehen. Immerhin trugen diese zum südeuropäischen Flair der ehemalig portugiesischen Kolonie bei. Für eine Motorradtour hat Macao, das eigentlich nur aus der Stadt selbst und einigen gigantischen Casinos besteht allerdings nicht viel zu bieten. Nur einmal im Jahr kommt dann die ganze Welt zu Besuch – die meisten aber auch ohne Motorräder…

 

 


Für das vergangene Wochenende hatte ich in meiner Langfristplanung eigentlich Themen wie “Winterreifen aufziehen” oder “Mopped einmotten” vorgesehen. Diese Pläne wurden – glücklicherweise – aber durchkreuzt von einem Hochdruckgebiet und der ebenso kurzfristigen wie verheißungsvollen Einladung von Honda, doch mal wieder die aktuelle Modellpalette probezufahren. Aber gerne doch!

Angekommen in Mainz, wo man diesmal seine Zelte aufgeschlagen hatte, wurde ich gleich herzlich von Honda Motorradmarketingspezi @olifra73 und den lieben Bloggerkollegen empfangen und flugs in die grade begonnene Firmenpräsentation geleitet. Oho, ab 2013 wird Honda seine ersten Privatjets verkaufen – da gewinnen die Testtage bestimmt noch mal an Reiz…

Fuhrpark mit Bloggern

Fuhrpark mit Bloggern

So, nun aber fahren! @ernietroelf, @pistonpin, @schrm, @griesgram und ich beschlossen die Testrunden zusammen zufahren und die Maschinen dafür waren schnell gefunden.

Honda CRF250L

Ich hatte schon gehofft, dass diese neue, kleine Enduro zum Fuhrpark gehören würde und griff genau wie Herr Trölf gleich zu. Den 250er Single kennt man schon aus der CBR250R, in der Enduro-Version gibt’s 2 oder 3 PS weniger, dafür mehr Kraft “unterum”. Die CRF (die im Honda-Programm bezeichnenderweise im Bereich “Adventure” – und nicht in “Cross & Trial” – geführt wird) gibt sich benutzerfreundlich und frei von Schnick-Schnack. Aufsitzen, wohlfühlen, losfahren. Quasi das Brot und Butter-Modell für Endurofreunde. Die Sitzhöhe ist mit 87,5cm für Enduroverhältnisse sehr moderat und sicherte auch mir bei Bedarf Bodenkontakt. Im Stadtverkehr, durch den wir uns zunächst quälen mussten, macht so ein handliches Mopped natürlich eine gute Figur aber auch auf der kurzen Autobahnetappe war erst bei etwa 130km/h (geduckt) Schluss. Viereinhalbtausend Euro möchte Honda für das Maschinchen haben. Das ist recht fair, finde ich.

Zufällig – oder war es Schicksal – stießen wir auf ein in der Entstehung befindliches Industriegebiet mit viel Freiflächen, Schotter, Matsch und Pfützen. Jedem war klar, was nun passieren musste: Artgerechte Haltung von Geländemotorrädern!

Enduros in freier Wildbahn

Enduros in freier Wildbahn

Ralf crosst

Ralf crosst

Nachdem die begleitenden Crosstourer und Crossrunner dem losen Untergrund einen kurzen und harmlosen Besuch abgestattet hatten und für zu schwer befunden wurden (und um die schicke weiße Lackierung nicht zu entweihen) hatten wir massenhaft Spaß mit dem günstigen Kleincrosser. Das hätten wir nun eigentlich den ganzen Tag machen können aber nachdem sich Mensch & Maschine ausreichend schmutzig gemacht hatten traten wir den Rückweg an und gaben schuldbewusst die zwei ehemalig glänzenden CRFs ab, die dafür nun vor Authentizität nur so strahlten.

Fango FTW!

Fango FTW!

Beim Mittagessen erzählte uns Oliver von all den neuen Modellen, die in den nächsten Monaten noch zu erwarten wären (ohne jedoch zu konkret zu werden…) doch zumindest eine neue CBR600RR versprach er mir zur EICMA im November und kündigte für 2013 eine Viertverwertung des 700er Zweizylinders an, der sich in der NC700S/X in diesem Jahr ziemlich prächtig verkaufte.

Sneak preview

Sneak preview

Honda NC700S

Ebendiese NC700 bin ich selbst noch nicht gefahren, also stand für mich schon einmal fest, welche Zündschlüssel ich mir denn als nächstes schnappen würde. Ich entschied mich für die “S”-Version des Bestsellers und während sich Ralf die Kompaktschulung zur Bedienung der Gold Wing (= 15 Minuten) reinzog, klärte mich NC700S-Neubesitzer Patrick über die Vorzüge des Preiskrachers auf. Besonders schätzen an der Maschine würde ich ja das Helmfach unter der Tankattrappe, soviel Stauraum ist man als Motorradfahrer ja sonst nicht gewohnt. Das Design ist eigentlich recht schnittig, die Sitzposition aber schon sehr tourig. Insbesondere der (für mich) hohe Lenker ließ mich beim Anfahren mehrmals zu tief ins Leere greifen. Auch an das nutzbare Drehzahlband müsse man sich erst ein bis zwei Tage lang gewöhnen mahnte Patrick und rechte hatte er. Der Paralleltwin kommt äußerst gut von unten raus (wirklich sehr ordentliches Drehmoment) und rauscht ziemlich unmerklich bei ca. 6500 U/min in den Begrenzer ohne vorher irgendwie gequält oder angestrengt zu klingen. Würde mich mal interessieren, was der 670 ccm Motor zu leisten im Stande wäre, wenn man ihn ließe. Zum Ende unserer ausgedehnten Tour wusste ich aber wann ich zu schalten hatte, doch selbst falls ich schalttechnisch ein hoffnungsloser Fall geblieben wäre, gäbe es nun eine Lösung, denn seit kurzem gibt’s die NC700 auch mit DCT Doppelkupplungsgetriebe, die das Kuppeln und auf Wunsch auch das Schalten übernimmt.

Ein richtiges Motorrad für unter €6000

Ein richtiges Motorrad für unter €6000

Das gute Handling der 215kg (vollgetankt)-Maschine kam mir bei dem ein oder anderen Wendemanöver zu Gute als wir uns auf der Suche nach Kurven das ein oder andere Mal verfransten und dann doch wieder nur auf vollen Bundestrassen mit Sonntagsfahrern (und das am Samstag) landeten. Egal, der Weg ist das Ziel und für Norddeutsche wie mich birgt so eine Tour entlang von Weinbergen schon einen Hauch Exotik.

Zurück im Hauptquartier musste ich mich dann entscheiden zwischen Rollertesten mit Marc und Ralf oder Böötchen fahren mit Alexander und Patrick. Ich entschied mich für letzteres, denn das Böötchen (ein Hoch auf den Doppelumlaut!) hatte immerhin 2 x 90PS am Heck (Motoren entlehnt aus dem Honda Civic) und auch wenn unser Kapitän das kleine Aluboot als “Angelboot” titulierte, ließ er es auf dem Main doch mal so richtig krachen. Selten kommen einen etwa 60 km/h so schnell vor wie auf dem Wasser und das enorme Drehmoment der Motoren, die Wendigkeit des kleinen Bootes sowie die starke Verzögerungswirkung des Wassers trieben noch mal richtig den Adrenalinspeigel in die Höhe. Ausgezeichnete Entscheidung das mit dem Böötchen…

Kapitän Trölf vor Böötchen

Kapitän Trölf vor Böötchen

Anschließend hieß es dann aber auch schon wieder Abschied nehmen von all den netten Leuten und Maschinen, denn Hamburg was calling. Also schnelle Veranschiedungsrunde, kurz anreißen, was man im nächsten Jahr noch so unternehmen könnte und los.

Ein toller Tag – Dank an alle Beteiligten und an Honda für die Einladung!


Gerüchte zu diesem Thema gibt es glaube ich schon seit der letzten Saison, doch laut David Emmett ist das Experiment Valentino Rossi & Ducati nun endgültig gescheitert und Vale wird im nächsten Jahr wieder auf der Yamaha M1 unterwegs sein. Eine entsprechende Pressemitteilung ist für den 15. August angekündigt. Da haben wohl auch die Überredungskünste Ducatis nach dem Rennen in Laguna Seca nichts mehr genutzt:

Ducati CEO Gabriele Del Torchio had flown especially to the US to present an offer to Rossi and convince him of the sweeping changes that Audi will help to bring about to the racing program, and at the Sachsenring and Mugello, Rossi had spoken to senior Audi executives about their plans for MotoGP. Ducati had even gone so far as to try to persuade Masao Furusawa, the former leader of Yamaha’s M1 MotoGP project, to come to Ducati to help fix the bike.   [Motomatters.com]

Der Wunsch erfolgreich in der MotoGP zu fahren ist Rossi anscheinend wichtiger als auf einer weiteren Marke Weltmeister zu werden. Für letzteres standen die Chancen in der letzten Zeit aber auch wirklich schlecht – er und die Ducati würden auch in der nächsten Saison bestimmt nicht mehr warm miteinander…


Eigentlich gibt es auf der Nordschleife seit 1994 keine offiziellen Zeitmessung für Motorräder mehr und für Helmut Dähnes 7:49,71 auf der Honda RC30 gilt sozusagen Bestandsschutz.
Uneigentlich (und inoffiziell) stoppt der gemeine Racer seine BTG (Bridge to Gantry)-Zeit, d.h. von kurz nach der Einfahrt für die Touristenfahrten bis zu einer Gitterbrücke auf der letzten Geraden der Strecke. Danach muss der Kurs wieder verlassen werden, so dass keine fliegenden Runden möglich sind.

Eine neue BTG-Bestzeit stellte nun der Engländer und Nürburgring-Nachbar Andy Carlile auf seiner straßenzugelassenen 2005er R1 auf. 7:10 sollen es gewesen sein und als Video sieht das folgendermaßen aus:

Beeindruckend, und: “da geht noch was!”, schließlich war auch noch einiges an ausbremsenden Verkehr auf der Strecke.
Die Yamaha ist nur gering modifiziert. Fahrwerk, Räder und Gewichtsersparnis standen auf dem Tuningprogramm. Eine Vorstellung von Fahrer, Maschine und der Rekordrunde findet man hier:

Watch the new fastest motorcycle lap of the ‘ring. 7m10s BTG.


Schon über 6 Jahre ist es her, dass ich an dieser Stelle die Yamaha-Bastelbögen vorgestellt habe. Zwischenzeitlich gab es seitens Yamaha auch für das Papiermodell der R1 ein Update und eben dieses Modell hat Designer Jack Chen nicht in Papier, sondern in Pappe und dafür in mehr als halber Originalgröße umgesetzt.

Papp-R1

Papp-R1

Schöne Idee (warum ist da vorher noch keiner drauf gekommen), jetzt noch lackieren – fertig!

Alle Fotos gibt es hier.


Auf der klassischen Viertelmeilendistanz treten an:

  • die Ducati Streetfighter
  • eine thailändische(?) 2-Takt Honda(?)

Eigentlich zwei komplett unterschiedliche Moppeds, gefilmt aus unterschiedlichen Blickwinkeln und trotzdem kommt beides mal ziemlich gut rüber, was beim Dragracing abgeht und worauf es ankommt.

Welche würdet Ihr ausprobieren wollen?


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