Alle Jahre wieder jährt sich (logisch) der erste Blogeintrag hier im MoppedBlog. Vier Jahre ist das jetzt her und passend zum Saisonanfang ging es damals ums (schlechte) Wetter.
Momentan haben wir in Hamburg 1 Grad °C, Wind und Schneeregen und die R6 steht weiterhin unter ihrer Plane und wartet auf den ersten Saisoneinsatz.
Nun könnte man ja über den harten Winter schimpfen aber wenn ich mir meine Ende Februar/Anfang März Blogeinträge aus den letzten Jahren so anschaue… viel besser war’s damals auch nicht:
Warum zahle ich für den März eigentlich Steuer und Versicherung..?
Egal, viel mehr als mangelnde Celsiusse beunruhigt mich ja der Zustand der Straßen hier in der Gegend. Mein Weg zur Arbeit ist gepflastert mit ” ! Straßenschäden 30 km/h”-Schildern, mal sehen wie flink sich die R6 im Schlagloch-Slalom schlägt. Federwege mit Enduro-Qualität hätten im Versagensfall etwas und Alexander hat diesen Modifikationswunsch auch schon einmal visualisiert:
Sonntag morgen, es ist 7:30, ich bin hundemüde und die Straßen vor mir sind gefroren. Trotzdem lässt mich die Aussicht, in den nächsten Stunden mit der rechten Hand die Brennräume eines Motorradmotors fluten zu können, vorfreudig lächeln.
Mittlerweile bin ich schon das vierte mal bei Lothar Schauers Jedermann Supermoto angemeldet und so langsam entwickelt man eine gewisse Routine. Ich weiss wie lange es bis zur Kartbahn braucht und die Plastikbox mit den Klamotten, Wasser und Snacks standen auch schon am Vorabend bereit.
Gruppe 1 nimmt Platz
Dennoch gab’s ein paar Neuerungen: Zum einen hatten die Kartbahnbetreiber die Bahn umgebaut (diese bot jetzt noch weniger gerade Strecken, war aber schnell zu lernen) zum anderen haben Schauer und Kollegen für diese Saison ein neues Motorrad zusammengebastelt, dass die alten 350er Betas abgelöst hat. Wenn man zwei Motorräder im Abstand von einem Jahr fährt, ist der direkte Vergleich (für mich) zwar etwas schwierig aber allein der Aufwand, der in das neue Fahrwerk gesteckt wurde, ließe die Betas – so Lothar in einem Pausengespräch – wie “Kinderspielzeug” aussehen. Der Rückschritt um 100 Kubik auf einen 250er Motor aus dem Hause Loncin wirkt sich auch nicht negativ aus. Nie hatte ich das Gefühl, die Supermoto würde auf der engen Strecke nicht aus dem Quark kommen oder schlechter beschleunigen als noch aus den Vorjahren gewohnt.
Flott ums Eck
Slide, Baby...
Auf jeden Fall findet man sich (wenn man schon mal per Supermoto unterwegs war) binnnen ein bis zwei Runden locker zurecht und der Spaß kann beginnen. Eigentlich – denn völlig untrainiert wie man ist, dank der ungewohnten Bewegungsabläufe und kalten Muskeln schmerzte nach den ersten 7,5 Minuten ersteinmal ordentlich die Handgelenke.
Glücklicherweise wurde es aber nach und nach besser und man konnte sich auf den Ausfall anderer sonst unterforderter Muskelgruppen konzentrieren…
Ebenfalls neu war, dass der Theorieteil für jede der drei Gruppen einzeln in jeweils zwei der etwa 15 minütigen Fahrpausen stattfand und nicht mehr wie sonst für alle gleichzeitig in einem Block. Zwar habe ich beim jetzt bereits vierten Hören des Theorieblocks bestimmt einige Teile ausgeblendet, trotzdem gab es auch immer mal Momente in denen ich dachte “Mist, hattest Du schon wieder vergessen – im nächsten Turn gleich ausprobieren!” So ist das halt, wenn man Dinge nicht regelmäßig macht…
Die nur rund 15 Minuten lange Mittagspause (wäre länger gewesen, wenn alle Teilnehmer morgens pünktlich in der Karthalle gewsen wären…) nutzte Lothar S., um uns nochmal zu verdeutlichen, wie es aussieht wenn man das mit dem Supermotofahren etwas besser beherrscht (und dass auch Profis mal etwas über Ziel hinausschiessen…)
Zum Vergleich hier nochmal die (schnellste) Gruppe 1 “bei der Arbeit”…
Man sieht gewisse Unterschiede, denke ich… Es ist also noch Potenzial für weitere Supermoto-Veranstaltungen vorhanden.
In der kurzen Pause konnte man sich zwar noch etwas erholen, dennoch ist zumindest bei mir pünktlich zu Veranstaltungsende um 14:00 Uhr die Luft raus. Auf dem Motorrad gibt man zwar immer noch das Letzte und scheucht das Leichtgewicht um die Ecken (mit den Kräften die dem müden Körper noch bleiben) doch irgendwie bewegt man sich nach den Absteigen immer langsamer und träger…
Was danach folgte war wieder “the same procedure as every year”: Wiederaufnahme der verbrannten Kalorien bei Bulettenbrater und danach ab in die heiße Badewanne…
Ziemlich lang habe ich auf diese Bild gestarrt und versucht es zu deuten:
WTF?!
Was sehen wir? Sieben rosa gewandete Männer auf einem Motorrad schauen betend(?) zu einem achten schwarz gekleideten Mann hinauf, der – mit Flügeln ausgestattet – über den übrigen schwebt.
Auf dem Boden befinden sich (wahrscheinlich) rosa Blütenblätter.
Also, was geht da ab und warum braucht es dazu ein Motorrad?!
Eigentlich dachte ich ja, “Avatar” wäre der Film, den ich in meiner motorradabstinenten Zeit mal sehen müsste, doch nun denke ich, dass ich dieses Werk hier vorziehen sollte:
Moto Vampiro
Untote sind doch gerade sowas von “in” und Blut als Kraftstoff klingt doch mal sehr originell…
Quasi “last-minute” noch mal mein persönlicher Rückblick auf das vergangenen Jahr 2009 sowie der Ausblick auf 2010…
Also, was passierte 2009 nun so motorradtechnisch?
Neues Motorrad
Die Trennung von der Langzeitbeziehung Thundercat fiel zwar schwer, doch das bessere ist nunmal des guten Feind und meine neue R6 ist fahrtechnisch nunmal einfach ein Traum. In der halben Saison in der ich das Mopped hatte kam ich immerhin auf 2300km – nicht viel, aber immerhin…
2 x Oschersleben
Einmal mit der YZF600R, einmal mit der R6. Über sieben Sekunden schneller – aber da geht noch was… Ich bin endgültig rennstreckensüchtig, leider gibt’s viel zu wenig Gelegenheiten, Zeit und Geld…
673 Tweets in einem Jahr, davon viele die einen Blogpost ersetzt haben könnten. Ich bin mir noch nicht sicher, wie ich das finden soll, trotzdem möchte ich Twitter nicht mehr missen…
und 2010?
irgendwie wiederholt sich ja alles…
am 31.01.2010 bin ich wieder bei Lothar Schauer zum Indoor-Supermoto fahren. Ich hoffe, die neuen Supermotos sind die €20 extra, die die Veranstaltung nun kostet wert.
Für einmal Oschersleben habe ich bereits dieses Jahr schon bezahlt und der Gutschein liegt hier auf dem Schreibtisch. Jetzt gilt es nur noch einen Termin zu finden. Oder zwei…
Wie in den letzten Jahren keimte auch in diesem Winter im Freundeskreis wieder der Wunsch auf ein paar Tage in halbwegs erreichbare Hügellandschaften zu fahren (Eifel, Harz, Weserbergland oder so…) Hoffentlich klappt es mal wieder.
…und der R6 und dem MoppedBlog werde ich bestimmt treu bleiben, auch wenn es natürlich immer an Zeit mangelt…
Tags: März, Rückblick, Saisonstart, Schlaglöcher