Schon wieder “Krad-Kontent” bei SpOn. Nachdem von der dpa heute morgen nur ein kurzer Bericht veröffentlicht wurde gibt’s jetzt bei Spiegel Online Bilder und Videos vom ersten ADAC Crashtest mit dem neuen Airbag der aktuellen Goldwing.
Dieser ist in den USA bereits erhätlich und soll ab Herbst auch in Europa verfügbar sein.
Das Ergebnis des Crashtests bei dem ein seitlicher Aufprall bei 72 km/h simuliert wurde ist eindeutig:
Ohne Airbag: Genickbruch. Punkt.
Mit Airbag: Doppelter Unterschenkelbruch. Überlebt.
Diesem Ergebnis kann man sich nicht entziehen, auch wenn ich jetzt keinen außergewöhnlichen Run auf Goldwings ab Herbst erwarte. Ich könnte mir viel eher vorstellen, dass sich die Verbreitung bei Motorrad-Airbags ähnlich entwickeln wird wie bei KFZ-Airbags in den 80ern oder ABS bei Motorrädern heutzutage. Langsam aber sicher wird aus einem “Premium-Produkt” die Ausstattung der Mittelklasse.
Doch genau wie ABS wird man bei Supersportlern auch nie einen Airbag bekommen können. Die widerspricht der Philosophie kompromisslos sportlich sein zu wollen und dann wäre da ja auch noch das zusätzliche Gewicht.
Was mich etwas verwundert ist der Testaufbau. Knallt man als Motorradfahrer denn wirklich so plump und dummygleich gegen ein Auto? (Oder ist das ein Goldwinger-Problem?
) Ich habe gelernt, dass man sich die Viertelsekunde Zeit nehmen sollte, um ein wenig in die Rasten zu steigen, um bei einem Aufprall über das Hinderniss zu fliegen. “Sich vom Motorrad lösen” war das Stichwort in der Fahrschule… Wenn man schon kein Dach und keine Türen hat, sollte man das auch nutzen.
Gut, das kann (und will) niemand trainieren und ich weiß nicht, ob ich persönlich diesen Reflex ausreichend verinnerlicht habe, es wäre aber interessant zu sehen, wie so ein Unfall ausgesehen hätte, wenn man den Dummy ein wenig auf die Rasten gestellt hätte…