Geschrieben von Dennis in
Fragen ,
Moppeds ,
privat
Gestern Abend haben wir noch auf die niegelnagelneue Fireblade meines Nachbarn (noch mal Glückwunsch, Sven!) angestoßen. Nach mehrjähriger Abstinenz hat er wieder ein eigenes Motorrad und ich einen potentiellen Tourenmitfahrer mehr…
Beim gemütlichen Begucken des neuen Moppeds kam natürlich auch das Thema “richtiges Einfahren” hoch. Die Hersteller empfehlen ja die vorsichtige Methode, also während der ersten paar hundert Kilometer nur etwa die halbe Nenndrehzahl erreichen und auch die nächsten 1000km nicht in den Begrenzer drehen. Dies soll den Bauteilen helfen, sich auf einander “einzustellen” und das Mopped schonend zu seiner vollen Leistung führen. So fährt mein Nachbar sein Motorrad ein und ich würde es wahrscheinlich auch tun.
Diese Vorgehensweise ist jedoch nicht unumstritten und es gibt Experten, die ein Einfahren auf “die harte Tour” empfehlen. Bitte mal das hier lesen.
Kurzgefasst beschreibt der Autor, daß das Einfahren mit Mineralöl und idealerweise auf einem Leistungsprüfstand stattfinden sollte. Dabei wird die Maschine in drei Durchläufen (mit Abkühlpausen) schrittweise bis zur maximalen Drehzahl gedreht. Danach wird das Öl mit dem wahrscheinlich reichlich abgehonten Material abgelassen und kann gegen Synthetiköl getauscht werden. Der Effekt, der erzielt werden soll ist ein sehr viel dichter abschließender Kolbendichtungsring, was zu höherer Leistung und geringerem Ölverbrauch führen soll.
Ich finde die Ausführungen auf der Seite eigentlich ganz einleuchtend, bin mir aber nicht sicher, ob nicht vielleicht andere Teile des Motors einem ein langsames Einfahren danken würden… Vielleicht haben einige der Leser hier Erfahrungen damit? Hobbyracer und Maschinenbauingenieure vor!