Dies sind die Beiträge aus dem Monat Januar 2008. Für das MoppedBlog in seiner Gänze klicke oben aus das Logo.


Nun ist sie da, die Supersport-Version der Ducati 1098. 1198 Kubik, 186PS, 165kg (trocken), Traktionskontrolle und €35.000 teuer. Zu den ersten Testern gehörte das englische Magazin Motorcycle News (MCN), die ihre Vorabberichte dankenswerterweise auch immer bei Youtube veröffentlichen.

Die ersten Runden in Jerez scheinen den Tester wirklich beeindruckt zu haben, besonders die Details zur Traktionskontrolle klingen interessant. Mit Vollgas durch die Haarnadelkurve zu fahren finde ich zwar etwas befremdlich – aber wenn die Technik es möglich macht…


Das Objekt der Begierde für 5 Stunden. Eine 350er Beta.Eigentlich ist Aufstehen um 6:45 am Sonntagmorgen ja nichts für mich aber vor zwei Tagen hat es sich mal wieder gelohnt. Das zweite Mal war ich jetzt bei Lothar Schauers “Jedermann Supermoto” und bin wieder voll auf meine Kosten gekommen. So viel Spaß mit so wenig Motorrad auf so wenig Strecke… :-)

Dunkel war’s in der Halle… zumindest für den Fotoapparat.

Der Ablauf der Veranstaltung (Kurzes Briefing um 8:30, Gruppenbildung, 3 Turns, kurzer Theorieblock, Fahren bis 14 Uhr) war der gleiche wie letztes Jahr mit ein paar – wie ich finde – Verbesserungen. Ganz entscheidend war, dass die Anzahl der Gruppen von vier auf drei verkleinert wurde (mit ca. 13 Fahrern je Gruppe) und die Zeit der Turns von 5 auf 7,5 Minuten verlängert wurde. Es blieb also bei den 15 Minuten Pause. Der Theorieblock kam mir etws kürzer vor als letztes Jahr und fand diesmal mit allen Teilnehmern direkt auf der Strecke statt, kurze Streckenbegehung inlusive.

Start und Ziel bei der Moppedübergabe zum Gruppenwechsel

Der Break nach den ersten drei Turns ist schon gut gewählt, da man eigentlich schon nach den ersten Runden plötzlich auf Körperregionen aufmerksam wird, die sich sonst beim Moppedfahren eher unauffällig verhalten. Sehr beliebt war das “Ahhrgh, mein Handgelenk” bereits nach dem ersten Turn, später, gegen Ende der Veranstaltung, machten sich dann allgemeine Lähmungs Ermüdungserscheinungen der Muskeln bemerkbar und man musste sich zwingen, die eben noch über den Boden schwebenden Füße vor der nächsten Richtungssänderung wieder auf die Fußraste zu hieven. Immerhin hielt ich das Geturne bis zum Schluss durch, während andere schon erschöpft die Stiefel auf den Rasten ließen (die wurden dann auch gnadenlos von mir einkassiert… ;-) ).

Interessierte Zuschauer gab es immer…

Wenngleich man beim zweiten Besuch des Jedermann Supermotos schneller mit dem Motorrad und der Strecke klar kommt, so kann ich auch nach Ende der Veranstaltung nicht 100% behaupten zu wissen, wie man denn jetzt driftend um die Ecken kommt oder wie denn jetzt noch mal die Reihenfolge von Fußbremse, Kupplung, Bremse, Gaswegnehmen und gefühlvollen Gasgeben war. Muss man aber auch nicht! Schließlich handelt es sich hier nicht um ein Training, sondern um eine Veranstaltung für Piloten, die gerne mal etwas anderes erleben möchten und ohne lange Eingewöhnung oder Kurse maximalen Spaß haben wollen. Und den werde ich bestimmt nächstes Jahr wieder haben, auch wenn ich bis dahin wieder 80% vom Gelernten und den Muskelkater am nächsten Tag wieder vergessen habe…

Mehr Bilder gibt’s bei flickr: http://www.flickr.com/photos/moppedblog/tags/jedermannsupermoto/


Na, wenn gleich zwei gute Freunde auch auf die Messe wollen, dann sage ich doch auch nicht nein und stürzte mich am Samstag zum soundsovielten Male in das Getümmel in den Hamburger Messehallen. Das Fazit vorweg: Es war eine ganz runde Sache. Zwar blieben ja bekanntermaßen einige der großen Hersteller auch dieser Jahr wieder der Hansestadt fern, aber zumindest zeigten die lokalen Motorrädhändler eine bessere Präsenz, so dass man dieses Jahr auch mal ein paar Yamahas oder Kawasakis genauer in Augenschein nehmen konnte.

Nun hat eine (teils) lokale Motorradmesse durchaus ihren Reiz und auch Berechtigung, nur sollte man dafür keine internationalen Eintrittsgelder (€12 = gleicher Preis wie 2006 auf der Intermot…) aufrufen. Aber der Motorradfreund ist ja im Winter tendenziell eher ausgehungert, was den Anblick von Motorrädern angeht und so geht das Kalkül der Motorrad-Wintermessen wohl ganz gut auf. Im Sommer würde das sicher anders aussehen.

Zurück zum Gesehenen. Wirklich Neues gab’s natürlich nicht aber ein paar Eindrücke habe ich doch mitgenommen.

Das schwerste Motorrad der Welt - kaum als solches zu erkennen… :-)In der großen “Action”-Halle konnte man das “schwerste Motorrad der Welt” bewundern, das heisst, falls man es erkennen konnte. Erstens stand es ein wenig unglücklich in einer Hallenecke herum und zweitens ist die Fuhre ja ein derartiges Basteltrumm, dass man die Konturen eines Motorrades nur schwer ausmachen konnte. Und nochwas: Ich hätt’s mir größer vorgestellt. Ehrlich! :-)

2008er Fireblade - Ein richtig schön luftiges Heck.Bei Honda (vertreten durch den Bergedorfer Händler Honda Harke) konnten wir uns davon überzugen, dass die 2008er Fireblade vorne tatsächlich sehr gewöhnungsbedürftig aussieht. Das Heck war allerdings recht beeindruckend. Da ist ja nicht ein Gramm zuviel dran. Soviel Luft sieht man doch selten. Auch schön: Das neue CBR600RR-Projekt von Thorsten Durbahn. Wir wurden fast Carbon-blind… ;-)

Motorrad passt - Preis eher nicht.Lang erwartet und endlich da: KTMs erster Supersportler RC8. Beim Styling bewegen sich die Österreicher ja (erfreulich?) weit weg von dem, was man japanischen Rennsemmeln gewohnt und auch beim beim Preis von €16.000 versucht man sich ein wenig abzusetzen. Dass Zweizylinderfahren auch immer so elitär sein muss…

Nicht im Bild: Der Kühlschrank.Ein kleines persönliches Highlight vom letzten Jahr war ja die Präsentation von GoldWing-Rolf und seinem “kleinem” Schätzchen, welche wir beim einem verdienten Bier geniessen konnten. Für diesen GL1500-Fahrer ist wirklich jeden Tag Weihnachten… so viele Lichter… Die Show verpassten wir dieses Jahr, doch auf seinem Stand konnte man sowieso einen viel besseren Blick auf die unzähligen Anbauten werfen.

Das Heck der B-King - Viel besser dank Yoshimura. Jetzt muss nur noch das ganze Plastik weiter unten verschwinden…Für die Suzuki B-King gibt’s übrigens noch Hoffnung. Für den monströsen und viel belächelten Endschalldämpder in der Plastikverschalung gibt es bereits ansprechenden Ersatz wie hier von Yoshimura. Andere Hersteller werden bestimmt bald folgen. Interessant diese Alternative sogar auf dem offiziellen Stand von Suzuki Deutschland zu sehen, aber diese Aktion dürfte bestimmt förderlich für den Umsatz sein. Mal sehen, wie viele B-King-Käufer gleich vom Händler umrüsten lassen…

Schön geht anders: Neander.Zu guter Letzt konnte man noch einen Blick auf die etwas exponiert ausgestellte Neander werfen. Einen richtig starken Dieselmotor in einen Cruiser zu verfrachten ist ja schön und gut aber in Natura sah Urviech aus Kiel einfach nur ziemlich daneben aus. Sorry.

Weiter Fotos sind unter Hamburger-Motorradtage-2008.moppedblog.de zu sehen.


Bereits seit Dienstag laufen die Tests der MotoGP-Teams in Sepang, Malaysia für die kommende Saison (Details z.B. bei Kropotkin). Den erste Sturz des Testtages lieferte übrigens Valentino Rossi, der trotz des eigentlich üblen Highsiders weitgehend unverletzt blieb.

Das wäre nicht wirklich eine interessante Nachricht, wenn der Sturz nicht detailliert fotografiert worden wäre.

Hier hebelt es Rossi aus…Hat jemand die Höhe und Weite des Sprungs gemessen?!Landung auf den Füßen - Respekt!Jetzt schnell weg……und Abstand zum Motorrad gewinnenKurze Verschnaufpause…aufstehen…wieder rauf auf den BockMit Schmerzen zurück in die Box.

Ich habe mal in einem Interview mit einem GP-Piloten gehört, dass niemand so bescheuert wäre, Stürze zu üben aber anscheinend kann ein gewisser Erfahrungsschatz im ungewollten Fallen schlimme Verletzungen verhindern. Der Durchschnittsfahrer landet bei so einem Highsider eher selten auf den Beinen und steht meist auch nicht (so schnell) wieder auf.

Hut ab!


Das fehlte noch: jetzt bekommen wir auch noch alle Krebs.

BuchcoverJedenfalls wenn man den Veröffentlichungen von Randall Dale Chipkar Glauben schenken mag. Auf seinen 2 Seiten im Netz beschreibt er, welche verherende Wirkung die elektrischen Komponenten (Zündkerzen, Spulen, Kabel, Batterie) eines Motorrades auf den Fahrer, der sich ja in unmittelbarer Nähe dazu aufhält, haben können. Alle sich in der Nähe der Sitzbank aufhaltenden Körperregionen (Prostata, Darm, Nieren, …) sind seiner Meinung nach durch die niederfrequenten elektrischen Felder einem erhöhten Krebsrisiko ausgesetzt.

Auf seiner knappen Website (die zur Hälfte aus Links und Zitaten besteht) sind nur wenig Zahlen und Messwerte zu lesen, die bekommt man – wahrscheinlich – erst zu sehen, wenn man sein Buch kauft, welches er für rund 35 Kanadische Dollar (~23 Euro) anbietet. Die wenigen vorhanden Zahlen wie die gemessenen 500 milliGauss (die Einheit wird in Deutschland schon seit 30 Jahren nicht mehr benutzt…) geben ohne weitere Informationen zu Frequenzen oder Abständen wenig Aufschluss über die Schädlichkeit, liegen jedoch deutlich unter den Grenzwerten wie sie z.B. das Amt für Strahlenschutz angibt.

Andere Fakten sind meiner Meinung nach aufschlussreicher. Da wird auf der Seite beispielsweise ein Messgerät für 140 CAD (~94 Euro) angeboten außerdem ist Chipkar im Besitz zahlreicher nationaler Patente auf spezielle abschirmende Sitzbankbezüge (da konnte ich noch keinen Preis in Erfahrung bringen) …

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Weitere Informationen zum Thema auf Wikipedia:


Immer dreister weden die Fälscher von Markenprodukten aus China. Jüngstes Beispiel ist diese kaum vom Original zu unterscheidene Kopie eines japanischen Endurance-Bikes aus dem Hause Suzuki.

Dreiste Kopie aus FernostOriginal Suzuki Endurance Motorrad
Experten raten, sich nicht vom günstigen Preis locken zu lassen, der oft nur wenige Prozent des Originalmotorrades ausmacht. Sowohl die Motorisierung als auch Bremsen und Stabilität lassen meist sehr zu wünschen übrig.


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