Wie der Phoenix…

Man man, gute 3 Tage war das Moppedblog jetzt offline (hat das einer gemerkt?)… Eigentlich wollte ich am Samstag Mittag nur mal eben per „apt-get update“ ein paar Serverkomponenten auf den neuesten Stand bringen doch dann dies:

[…] 

Entpacke Ersatz für libc6 …

dpkg: Kann das Updates-Verzeichnis /var/lib/dpkg/updates/ nicht einlesen:unbekannter Fehler 530

E: Sub-process /usr/bin/dpkg returned an error code (2)

xyz:~/web0# apt-get upgrade

E: Kann /etc/apt/apt.conf.d/ nicht lesen – opendir (530 Unbekannter Fehler 530)

xyz:~/web0# cd /

xyz:/# ls

aquota.group bin dead.letter etc initrd media opt root srv tmp var aquota.user boot dev home lib mnt proc sbin sys usr

xyz:/# top

Speicherzugriffsfehler

Danach verabschiedete sich die Shell und ein Zugriff auf den Server war nicht mehr möglich. Lediglich über die Virtuzzo-Oberfläche konnte ich den Server noch neu starten, doch auch das blieb erfolglos, mehr als ein lahmer „init“-Prozess war nicht mehr herauszuholen. Der per E-Mail verständigte Support konnte nur das Neuaufsetzen des Servers anbieten – nun gut, für €10 im Monat kann ich wohl nicht erwarten, dass sich ein Linux-Profi nun stundenlang damit beschäftigt meinen zerschossenen Server zurechtzubasteln.

Was ärgerlich war, ist die Tatsache, dass ich knapp 48 Stunden darauf warten musste (haben die Admins am WE etwa frei?!), bis man mir sagen konnte, wie ich wieder an meine Daten(-banken) und Konfigurationen kommen konnte und so war es Montag Abend als ich endlich auf einen frischen Server und ein 1,4GB großes TAR-File mit einem Abzug meines alten Servers zugreifen konnte. Außerdem gab’s vom Support noch ein paar Tipps (natürlich ohne Gewähr) wie ich aus den Dateien aus dem mySQL-Verzeichnis wieder lauffähige Datenbanken rekostruieren könnte, d.h. gleiche DB-Namen und Benutzerstrukturen einrichten, Dateieigentümer und Zugriffrichte setzen, u.s.w. u.s.f. …

Wie Ihr seht: Es hat geklappt! Was jetzt genau passiert ist, weiß ich aber immer noch nicht.

8 Comments on “Wie der Phoenix…

  1. „Man man, gute 3 Tage war das Moppedblog jetzt offline (hat das einer gemerkt?)…“

    Ja, ich habe auch schon im Whois nach einer eMailadresse gesucht um mich zu beschweren! 😀

    Aber das ist in der Tat seltsam… Vielleicht wurde ja an einer übergeordneten Stelle schon Mist gebaut… 🙂

  2. Mails an *.moppedblog.de oder *.haeselich.de hätten sowieso nicht funktioniert… 😉

  3. Dachte ich mir schon! 😉 Aber es hätte ja auch eine externe Adresse drinstehen können.

  4. Ich hab’s auch gemerkt. 🙂

    Das mit diesen VServern ist übrigens eine Krankheit. Erst habe ich gedacht es wäre eine tolle Sache, aber gerade wenn mal ein Problem da ist, hilft leider wirklich nur noch das Neuaufsetzen. Und dann alles wieder einrichten und und und… vorallem Ärgerlich, wenn man wie ich keine Standardkomponenten einsetzt (mein VServer läuft mit lighttpd und fastcgi+php).

    Hab jetzt wieder einen Root Server bei Hetzner. Kostet zwar 50 € im Monat, aber dafür ist der Support TOP.

  5. Es ist schön „vermisst“ zu werden… 🙂

    €50 für den Server wäre mir dann wohl doch etwas zu viel, so viel Support könnte ich gar nicht in Anspruch nehmen. Für Backups ist man letztlich selber verantwortlich. Mein letztes war leider schon einen Monat alt, deshalb habe ich lieber auf das TAR-File zurückgegriffen und die wichtigen Daten selbst extrahiert. Jetzt werde ich aber zumindest die Datenbanken regelmäßiger sichern…

  6. Danke für das Posting 🙂

    Ich denke da hat jemand ziemlich viel Arbeit in das Tar-File und die Anleitung gesteckt.

    Bisher hatte ich über den Support eher negative bis neutrale Dinge gehört. Aber das beweist mir, dass da (auch) fähige Leute sitzen 🙂

    Dann wird Pretago vermutlich ab Juni mein neuer Hoster.

    Falls du noch was interessantes über Pretago für mich hast immer her damit 😉

    Der Fehler ist wirklich komisch… glaub nicht dass da irgendjemand was dafür kann ^^ klingt fast wie das obligatorische kosmische teilchen dass den arbeitsspeicher zerballert.

    Grüße

    Ingo

  7. Fähig sind die Leute dort bestimmt, man sollte aber schon wissen, dass pretago mit 5 bis 10 Euro für einen VServer natürlich ein „no-frills“ Anbieter ist. Telefonischer Support rund um die Uhr ist natürlich nicht drin und Linux-Support geben die natürlich auch nicht (oder nur selten…). Wenn man sich seinen Server zerschießt oder zerkonfiguriert – Pech gehabt!

    Das mit dem TAR-File war natürlich sehr nett und quasi „lebensrettend“, der Arbeitsaufwand beschränkt sich natürlich auf nur einen Kommandozeilenbefehl… 🙂