Das Objekt der Begierde für 5 Stunden. Eine 350er Beta.Eigentlich ist Aufstehen um 6:45 am Sonntagmorgen ja nichts für mich aber vor zwei Tagen hat es sich mal wieder gelohnt. Das zweite Mal war ich jetzt bei Lothar Schauers “Jedermann Supermoto” und bin wieder voll auf meine Kosten gekommen. So viel Spaß mit so wenig Motorrad auf so wenig Strecke… :-)

Dunkel war’s in der Halle… zumindest für den Fotoapparat.

Der Ablauf der Veranstaltung (Kurzes Briefing um 8:30, Gruppenbildung, 3 Turns, kurzer Theorieblock, Fahren bis 14 Uhr) war der gleiche wie letztes Jahr mit ein paar – wie ich finde – Verbesserungen. Ganz entscheidend war, dass die Anzahl der Gruppen von vier auf drei verkleinert wurde (mit ca. 13 Fahrern je Gruppe) und die Zeit der Turns von 5 auf 7,5 Minuten verlängert wurde. Es blieb also bei den 15 Minuten Pause. Der Theorieblock kam mir etws kürzer vor als letztes Jahr und fand diesmal mit allen Teilnehmern direkt auf der Strecke statt, kurze Streckenbegehung inlusive.

Start und Ziel bei der Moppedübergabe zum Gruppenwechsel

Der Break nach den ersten drei Turns ist schon gut gewählt, da man eigentlich schon nach den ersten Runden plötzlich auf Körperregionen aufmerksam wird, die sich sonst beim Moppedfahren eher unauffällig verhalten. Sehr beliebt war das “Ahhrgh, mein Handgelenk” bereits nach dem ersten Turn, später, gegen Ende der Veranstaltung, machten sich dann allgemeine Lähmungs Ermüdungserscheinungen der Muskeln bemerkbar und man musste sich zwingen, die eben noch über den Boden schwebenden Füße vor der nächsten Richtungssänderung wieder auf die Fußraste zu hieven. Immerhin hielt ich das Geturne bis zum Schluss durch, während andere schon erschöpft die Stiefel auf den Rasten ließen (die wurden dann auch gnadenlos von mir einkassiert… ;-) ).

Interessierte Zuschauer gab es immer…

Wenngleich man beim zweiten Besuch des Jedermann Supermotos schneller mit dem Motorrad und der Strecke klar kommt, so kann ich auch nach Ende der Veranstaltung nicht 100% behaupten zu wissen, wie man denn jetzt driftend um die Ecken kommt oder wie denn jetzt noch mal die Reihenfolge von Fußbremse, Kupplung, Bremse, Gaswegnehmen und gefühlvollen Gasgeben war. Muss man aber auch nicht! Schließlich handelt es sich hier nicht um ein Training, sondern um eine Veranstaltung für Piloten, die gerne mal etwas anderes erleben möchten und ohne lange Eingewöhnung oder Kurse maximalen Spaß haben wollen. Und den werde ich bestimmt nächstes Jahr wieder haben, auch wenn ich bis dahin wieder 80% vom Gelernten und den Muskelkater am nächsten Tag wieder vergessen habe…

Mehr Bilder gibt’s bei flickr: http://www.flickr.com/photos/moppedblog/tags/jedermannsupermoto/