Alle Artikel aus dem Monat Juni, 2008

Für das MoppedBlog in seiner Gänze klicke oben auf das Logo.


Vielleicht (aber wirklich nur vielleicht ) hätte ich ja mal auf dem Heiligengeistfeld vorbeigeschaut, doch irgendwie ging die Veranstaltung vom letzten Wochenende komplett an mir vorbei. Nichtmal irgendwelche Ankündigungen oder Werbung hatte ich im Vorwege im Netz oder in der Presse für die Hamburg Harley-Days registriert.

Die Veranstaltung war ja noch besser besucht als bereits in den letzten Jahren, doch mir reicht genau ein Bild, das ich heute im Abendblatt ausgemacht habe, um mich davon zu überzeugen, auch in den nächsten Jahren dem Spektakel fernzubleiben:

Durchschittsbesucher der Hamburg Harley Days (Foto: Hamburger Abendblatt)

Klick auf eigene Gefahr…

Der Artikel im Abendblatt wird übrigens fleissig kommentiert – amüsanter Lesestoff.


Gestern abend am Zürcher Flughafen habe ich dann doch mal freche SFR 6,50 (in Euroland zahlt man nur €3,30) investiert und mir erstmals eine Ausgabe von “Der Reitwagen” gegönnt.

Reitwagen CoverDas “schnelle Motorradmagazin” ist hierzulande nur im gutsortierten Bahnhofsbuchhandel zu bekommen, deshalb mache ich wohl kaum der Schleichwerbung schuldig, wenn ich berichte, wie es mir die fast zwei Stunden Flugzeugaufenthalt auf dem Mittelsitz erträglich machte. Nach zwei Stunden war der Spaß allerdings auch schon wieder vorbei, denn länger brauchte ich nicht, um sämtliche Artikel auf den 100 Heftseiten zu lesen. Grafiklastig nennt man das wohl.

Doch es ist grade der Text, den die Reitwagen-Fans zu schätzen wissen, denn die Sprache in der die Autoren, die nur unter Namen wie Zonko, Berzerk oder Elvis Presser schreiben, unterscheidet sich doch deutlich von dem was die Fachpresse sonst so publiziert. Sätze wie

“Als ich auf dem aggressiven grünen Viech nach der Autobahnabfahrt im weit einsehbaren freien Land zuerst den Einser bis knapp 160 km/h ausdrehte, den Zweier bis 200 nachlegte und den Dreier bis kurz bis 230 einfahren ließ und das Vorderrad die ganze Zeit knapp über dem sphalt dahinflog, putzte es mir sämtliche Schwellen, Hürden und Hindernisse, die der Alltag nebenbei so abstellt, mit einer nicht aufzuhaltenen Leichtigkeit aus Körper und Seele. Himmel ja, es gibt das Paradies auf Erden!”

würden in der Redaktion von “Motorrad” bestimmt gleich zu waschkorbweise eintrudelnden Leserbriefen führen, die sich über den verantwortungslosen Raser beschweren, doch eigentlich beschreibt hier doch nur ein Motorradfahrer über das Motorradfahren und was er daran liebt. Wer auf der Landstraße immer unter 100 km/h bleibt, der werfe den ersten Stein…

Der Schwerpunkt des Magazins liegt zwar auf dem schnellen Bewegen von schnellen Motorrädern, doch umso amüsanter werden dann Vergleichstest wie zwischen Harley Road King und Kawasaki VN 2000, die angeblich nur aufgrund einer verlorenen Wette zustande kamen. Anderswo hätte ich sowas sofort überblättert.

Hinderlich für den (meinigen) Lesefluss ist die Sprachbarriere. Das Österreichische hat mehr eigene Vokabeln und Redewendungen als mir bewusst war und erweitert man diese um die Eigenkreationen der Reitwagen-Redakteure (es hat schon etwas gedauert, bis ich wusste wo die Bogolei liegt…) kommt man am Anfang doch schnell mal ins Stocken. Doch laut Wikipedia haben es dank Reitwagen ja auch Begriffe wie “herbrennen” oder “Kilogixxer” in unseren Sprachschatz geschafft.

Beim nächsten internationalen Zeitschriftenregal dem ich gegenübertrete werde ich bestimmt wieder Ausschau nach den schnellen Ösis halten…


Es geht doch! Während ich gestern noch lamentierte, dass die Motorradentwickler anscheinend glauben, die höchste Evolutionsstufe des Motorradbaus schon erreicht zu haben, bin ich heute doch mal auf eine (für mich) komplett neuartige Studie gestoßen. Diese verfolgt nicht nur ein ziemlich revolutionäres Konzept, sondern kann mich auch soweit in seinen Bann ziehen, dass ich denke “Wow, sowas würde ich gerne mal fahren!”.

Die Rede ist von der Studie “Deus ex machina” von “Transportation Design”-Student Jake Loniak.

Deus ex machina - Mit Pilot

Das elektrisch angetriebene Vehikel wird regelrecht angezogen und lässt den Piloten Teil einer Mensch-Maschine werden, die er mittels “pneumatischer Muskeln” steuert. Die Parkposition ist aufrecht, während der Fahrt senkt sich [der|die|das] Deus ex machina ab und der Fahrer schwebt fast senkrecht über dem Boden.

Brilliant -  das Fahrerlebnis muss beeindruckend sein!

Deus ex machina - Details

Ganz ungeachtet dessen, wohin sich diese Studie entwickelt (wenn überhaupt…), so finde ich doch die Idee, die dahinter steckt faszinierend. Der Fahrer wird eins mit der Maschine (Bernt Spiegel wird sich freuen…) und erweitert seinen Körper um “Werkzeuge” – um im Spiegel-Slang zu bleiben. Details wie die Art des Antriebes oder ob man die zwei Vorderräder nicht doch noch zu einem verschmelzen kann sind fast nebensächlich. Genauso wie die Tatsache, dass zumindest ein Teil der Idee natürlich beim Film “Aliens” geklaut wurde… ;-)


Man bekommt ja imer wieder große Augen, wenn man solche Zukunftsvisionen von Motorrädern sieht wie hier von Zamak (via Nerdcore).

Motorrad Zukunftsvision von Zamak

Doch im zweiten Augenblick denke ich mir meist:”Tolles Design aber der Herr Designer ist bestimmt kein Motorradfahrer – die Kiste wäre doch komplett unfahrbar.”

Sitzposition, Schwerpunkt, Aerodynamik und und und… Alles das, was vielleicht gut aussieht ist doch meist völlig praxisfern. Eigentlich traurig, denn viele Motorradfahrer wünschen sich doch Innovationen und sind gar nicht so konservativ, wie es die Designer und Marketingmenschen der Motorradhersteller vielleicht denken.

Ist denn mit der aktuellen Bauform der Motrräder (Rahmen, Motor rein, hinten Schwinge, vorne Gabel und dazwischen der Fahrer), die sich letztlich seit Jahrzehnten nicht verändert hat, die finale Entwicklungsstufe erreicht? Kommt da noch was?


Schön dass es solche Tüftler noch gibt: Etwa ein Jahr hat man bei Wirthwein-Motoren benötigt, um einen 125ccm-Vierzylinder-Viertaktmotor aus dem Vollen zu fräsen, der an Getriebe und LiMa einer Honda Monkey angedockt werden kann. Das Ergebnis ist optisch ein Genuß (bitte auch Bilder auf Wirthweins Website angucken!):

Honda Monkey mit 125ccm und vier Zylindern  (Quelle Wirthwein-Motoren)

Noch besser ist allerdings der Sound:

Unglaublich, wie eine 125er klingen kann.. :-)

via | Oliepeil


Yamaha scheint sich wirklich einen Menge auf die neue V-Max einzubilden. Auf den Countdown auf der Yamaha-Website folgt nun eine eigene “New-VMax“-Site, welches der einzige Ort sein wird, an dem man die V-Max erwerben können wird. In Händler-Showrooms wird sie wohl nicht auftauchen und auch der Preis ist noch nicht festgelegt…

Es wird von einer (unbekannten aber) streng limitierte Stückzahl geschrieben und der Käufer bekommt noch eine “Erstbesitzer Plakette” mit persönlicher Gravierung wenn das Mopped am November ausgeliefert wird.

Zumindest die technischen Daten sind jetzt bekannt. Der V4-Motor hat nicht die 2 oder 1,8 Liter, die oft im Gespräch waren, sondern “nur” 1679ccm, soll aber die versprochenen, magischen 200PS und 167Nm erreichen. Mal gucken was die Testprüftstände später ausspucken.

Auch die neue V-Max hat einen Kardanantrieb und einen kleinen 15 Liter Tank, neu sind (u.a.) ABS, elektronisches Motormanagement und eine Antihopping-Kupplung. Letztere ist bestimmt ein nettes Feature aber der Einsatz in einem Cruiser/Naked-/Muscle-Bike ist zumindest diskussionswürdig. Gewichtsmäßig legt Yamahas neues Lieblingsbike locker 30kg zu und komm fahrfertig und vollgetankt auf satte 310kg. Tja, und so sieht sie aus:
Die neue 2008er Yamaha V-Max (Yamaha Pressefoto)
Nun ja, optisch bewegt sie sich doch sehr nah an ihrer Vorgängerin (alles andere hätten die potentiellen Käuer wohl nicht akzeptiert) doch ich bin mit dieser Optik noch nie wirklich warm geworden. Andererseits haben die Freunde der V-Max den V4-Motor doch viel lieber als alle Chrom-, Plastik- oder (neu!) Magnesiumteile…


  • Seite 1 von 2
  • 1
  • 2
  • >>

MoppedBlog-Suche

Feeds

    RSS - Beiträge         RSS - Kommentare
    Beiträge     Kommentare