Dies sind die Beiträge aus dem Monat Juli 2008. Für das MoppedBlog in seiner Gänze klicke oben aus das Logo.


Um 8:30 dann die Einführungsrunde für unsere (langsamste) Gruppe 1. Überholverbot und Strecke kennenlernen war angesagt und vor der Einfahrt auf den Kurs mache sich in mir eine Mischung aus Aufregung, zu wenig Schlaf und der prallen Morgensonne breit. Vielleicht nicht grade optimale Vorraussetzungen, doch nachdem ich den Kurs langsam wiedererkannte kamen Spaß und Vertrauen schnell zurück.

Nach knappen 2 Runden war die Einführung natürlich schon vorbei und die verschwitzen Klamotten nach keinen 5 Minuten der Ertüchtigung am frühen Morgen ließen erahnen, wohin die heutige Reise transpiratorisch hingehen würde. Aber egal, wir reden hier ja schließlich von Hochleistungssport…

Gleich in der ersten Runde ließ ich RaceChrono (per Handy und GPS-Maus unter der Sitzbank) die Strecke aufzeichnen und markierte anschließend die Start-/Ziellinie auf dem Streckenverlauf. In den kommenden vier von fünf Turns sollten meine Zeiten nun erfolgreich “lapgetimet”werden. Nur einmal gab’s wohl Probleme bei der Blueooth-Kopplung.
So sieht\'s aus, wenn die schnellen Jungs (also nicht unsere Gruppe) fahren...
Gleich im erste Turn gab’s dann per Knieschleiferabrieb mein erstes persönliches Erfolgserlebnis, beim letzten Besuch hauchten die Pads ja grad mal im letzten Turn zärtlich über den Asphalt. Die vom Laptimer ausgewiesene Zeit von 2:07.9 verdeutlichte aber, dass hier nicht grade Renngeschichte geschrieben wurde, sondern nur ein Straßenfahrer seinen jährlichen Ausflug auf die Rennstrecke wagt.
Die “Konkurrenz” in der Gruppe war jedoch meist noch deutlich langsamer und man wurde nur von ein paar moderneren Supersportlern kassiert, die wohl überholen üben wollten und mehr als falsch in dieser Gruppe waren.

Nach dem obligatorischen Klamotten-von-sich-werfens und In-kurze-Hose-und-T-Shirt-schlüpfens wurde unser Basislager aus Metallgestänge und Kunststoffhimmel aufgebaut und man flezte sich in die nun beschatteten Campingstühle zwecks Regeneration und gemeinsamen ablästerns über die fahrbaren Hindernisse mit denen wir uns die Gruppe teilten. “Was hat eine Yamaha Diversion bitte auf der Rennstrecke zu suchen?” und “wie kann man mit einer akuellen Factory Mille nur so herumschuchteln?” fragte man sich aber letztlich macht es ja auch Spaß mal jemanden zu überholen.

Unser Fuhrpark: Thundercat, ZX-6R 636 und TL1000SIm zweiten Turn hatte ich dann schon wieder raus, wo ich denn in welchem Gang sein sollte und eine gewisse Routine spielte sich ein. Außerdem fand ich herraus, dass man vor der Triple nicht so stark in die Eisen gehen muss wie gedacht und dass es sich im Idealfall tatsächlich nur um eine einzige lange Linkskurve handelt. Vor der Start-/Zielgerade schaltete ich außerdem noch mal einen Gang runter und konnte nun etwas besser beschleunigen, wenngleich der Laptimer letztlich nur eine GPS-gemessene VMax von 191 km/h anzeigte. Mehr ist wohl für mich und meine alte Möhre treue Thundercat nicht drin…
Eine klasse Idee waren unsere Starts aus dem Boxenbereich heraus. Aufgrund der Hitze hatte kein Fahrer Bock daruf, sich beim Warten auf die grüne Ampel von den gnadenlosen Sonne grillen zu lassen, deswegen, standen alle in dem kurzen Tunnel zwischen Fahrerlager und Boxengasse von wo gestartet wurde. Nur wir nicht, wir fanden unseren Schatten vor den Boxen, direkt an der Ausfahrt und so waren wir in den letzten zwei Turns immer zuerst auf der Strecke und genossen das Gefühl den kompletten Kurs eine zeitlang für uns zu haben. Mark setzte sich mit der TL1000S recht schnell von unseren 600ern ab, doch ich wertete es schon als persönlichen Erfolg, über die komplette Distanz an Helmuts 636 dranbleiben zu können. Überholen war zwar kaum drin aber immerhin “zog” er mich zu einer 2:04.5 was dann mein bestes Ergebnis bleiben sollte.

Morgen mehr…


Ein wenig umständlicher als beim letzten Mal (Helmut holte mich einfach mit dem Anhänger ab, Mopped rauf, meine Klamotten rein, fertig…) war der Weg nach Oschersleben dieses Mal schon. Grund: Helmuts Van wurde kurzfristig und samt Anhängerkupplung verkauft, Ersatz war noch nicht beschafft, dafür war aber schon der Motorradanhänger bei ihm um die Ecke reserviert. Dieser musste diesmal schon zwei Tage vorher abgeholt werden, da die Besitzer in den Urlaub wollten. Was also tun?

Professionell abgeklebter Scheinwerfer in (fast) LackfarbeLogisch: Am Freitag meinen Wagen gegen Vaters Benz (mit AHK) eintauschen, Richtung Lübeck fahren, Helmuts Klamotten und den Gartenpavillion das Racing-Zelt einladen und den Hänger abholen. Dann mit dem Hänger wieder nach Hamburg und am Sonntag kommt Helmut aus Lübeck mit dem Mopped und den restlichen Kleinigkeiten. Am Montagabend dann erst nach HH, mein Mopped abladen, dann nach HL, Helmuts Mopped und restliches Gedöns abladen, Hänger webringen, wieder nach HH fallen und dann tot ins Bett fallen. Viel Fahrerei aber der Plan funktionierte.

Mit so einer E-Klasse reist es sich ganz entspannt und auch in den Kofferraum geht alles rein, was zwei bis drei Leute so für einen Tag auf der Rennstrecke brauchen. Wenn man ordentlich packen würde vielleicht sogar ein wenig mehr…

Der Blick in den geräumigen Kofferraum

Aber egal, am frühen Abend kamen wir beim alten Mark in der Altmark an, wo der Grill und ein ausgewähltes Biersortiment daruf warteten, uns Kraft für den kommenden Tag zu schenken.

Unser Renntransporter in der Abendsonne. Vor und hinter der Deichsel jeweils rund 220 PS.Am nächsten Morgen gabs ein äußerst frühes Frühstück, schließlich war es bis zum Motopark noch über eine Stunde aber gegen 7:45 waren wir schließlich an unserem Bestimmungsort. Schnell anmelden, Startnummer abholen und aufkleben und um 8:00 den immergleichen Ausführungen der Rennleitung zu Flaggenkunde und zum Verhalten auf dem Kurs lauschen. Obwohl, neu war der Passus bezüglich Filmens auf der Strecke. Strikt verboten. Rechte liegen beim Betreiber, Ausnahmen nur mit Presseausweis. Tja, da hatte Mark die Kamerahalterung wohl umsonst an den Tankdeckel geschraubt. Sehr schade. Der Halter wurde dann mit der GPS-Maus bestückt. Mark und ich hatten nämlich vor, unsere Zeiten per Racechrono zu stoppen…


Unter anderen Umständen hätte ich gestern bestimmt gesagt, es wäre zu heiß zum Motorrad fahren aber wir hatten den Tag auf der Rennstrecke ja schon bezahlt und schließlich ist man ja auch ein ganzer Mann.
Getreu diesem Motto verbrachten wir sportlich schwitzend knappe 10 Stunden (davon 100 Minuten auf der Rennstrecke) im Motopark Oschersleben. Bevor die ausführliche, fotografisch dokumentierte Berichterstattung in den nächsten Tagen folgt nur so viel: Alles ist heil geblieben, wir haben eine Menge Gummi auf der Strecke gelassen und nächstes Mal fahren wir in einer schnelleren Gruppe…


Nicht ein einziges Motorrad ist in den Videos von Barmy Choorman und Gregor McEwans zu sehen und trotzdem habe ich mich bei den ersten Teilen der Hommage/Persilflage auf Long way [round |down] ganz gut amüsiert.

Der auf 16 Jahre und 7 Monate angesetzte Trip der beiden auf den Spuren von Gullivers Reisen ist aber auch abenteuerlich. Und dann das ganze noch auf Kinderrollen. Und rückwärts! Der Wahnsinn!

Teil 2

via | Oliepeil


Gestern eingetrudelt: meine Nennbestätigung für das freie Training am Montag in 8 Tagen.

Nennbestätigung der Shell Racing Academy
Viel zu lange (genauer gesagt ein ganzes Jahr) ist der letzte Besuch in Oschersleben nun her aber man kommt ja irgendwie auch zu rein gar nichts… :-/
Nun aber: der Urlaub für nächsten Montag ist eingereicht, Unterkunft organisiert (Mark, heiz schon mal den Grill an!) und die Wettergötter werden noch eine Woche lang angebetet, damit wir nicht im Regen durch die Börde schliddern müssen…
Seufz… endlich mal wieder “richtig” fahren…. :-)

Ein Last-Minute TV-Tipp: In der gestern (im Dorf-Edeka) erstandenen Ausgabe vom Reitwagen konnte ich lesen, dass sich heute die Sendung “DSF Bike” ziemlich ausschliesslich um den Entstehungsprozess der obenstehenden Periodika dreht.

Sendetermine sind heute um 21:15, Wiederholungen gibt’s am 19.7. um 10:15 und am 22.7. um 14:00.

Wir dürfen gespannt sein, wie es ausgeht, wenn zwei Magazine von so unterschiedlichem Ruf zusammentreffen. Reinschauen werde ich auf jeden Fall, ich will doch sehen, wie die Reitwagen-Tester die Honda DN-01 auf Hinterrad bekommen haben… :-)


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