31 Jul 2008
Um 8:30 dann die Einführungsrunde für unsere (langsamste) Gruppe 1. Überholverbot und Strecke kennenlernen war angesagt und vor der Einfahrt auf den Kurs mache sich in mir eine Mischung aus Aufregung, zu wenig Schlaf und der prallen Morgensonne breit. Vielleicht nicht grade optimale Vorraussetzungen, doch nachdem ich den Kurs langsam wiedererkannte kamen Spaß und Vertrauen schnell zurück.
Nach knappen 2 Runden war die Einführung natürlich schon vorbei und die verschwitzen Klamotten nach keinen 5 Minuten der Ertüchtigung am frühen Morgen ließen erahnen, wohin die heutige Reise transpiratorisch hingehen würde. Aber egal, wir reden hier ja schließlich von Hochleistungssport…
Gleich in der ersten Runde ließ ich RaceChrono (per Handy und GPS-Maus unter der Sitzbank) die Strecke aufzeichnen und markierte anschließend die Start-/Ziellinie auf dem Streckenverlauf. In den kommenden vier von fünf Turns sollten meine Zeiten nun erfolgreich “lapgetimet”werden. Nur einmal gab’s wohl Probleme bei der Blueooth-Kopplung.
![]()
Gleich im erste Turn gab’s dann per Knieschleiferabrieb mein erstes persönliches Erfolgserlebnis, beim letzten Besuch hauchten die Pads ja grad mal im letzten Turn zärtlich über den Asphalt. Die vom Laptimer ausgewiesene Zeit von 2:07.9 verdeutlichte aber, dass hier nicht grade Renngeschichte geschrieben wurde, sondern nur ein Straßenfahrer seinen jährlichen Ausflug auf die Rennstrecke wagt.
Die “Konkurrenz” in der Gruppe war jedoch meist noch deutlich langsamer und man wurde nur von ein paar moderneren Supersportlern kassiert, die wohl überholen üben wollten und mehr als falsch in dieser Gruppe waren.
Nach dem obligatorischen Klamotten-von-sich-werfens und In-kurze-Hose-und-T-Shirt-schlüpfens wurde unser Basislager aus Metallgestänge und Kunststoffhimmel aufgebaut und man flezte sich in die nun beschatteten Campingstühle zwecks Regeneration und gemeinsamen ablästerns über die fahrbaren Hindernisse mit denen wir uns die Gruppe teilten. “Was hat eine Yamaha Diversion bitte auf der Rennstrecke zu suchen?” und “wie kann man mit einer akuellen Factory Mille nur so herumschuchteln?” fragte man sich aber letztlich macht es ja auch Spaß mal jemanden zu überholen.
Im zweiten Turn hatte ich dann schon wieder raus, wo ich denn in welchem Gang sein sollte und eine gewisse Routine spielte sich ein. Außerdem fand ich herraus, dass man vor der Triple nicht so stark in die Eisen gehen muss wie gedacht und dass es sich im Idealfall tatsächlich nur um eine einzige lange Linkskurve handelt. Vor der Start-/Zielgerade schaltete ich außerdem noch mal einen Gang runter und konnte nun etwas besser beschleunigen, wenngleich der Laptimer letztlich nur eine GPS-gemessene VMax von 191 km/h anzeigte. Mehr ist wohl für mich und meine alte Möhre treue Thundercat nicht drin…
Eine klasse Idee waren unsere Starts aus dem Boxenbereich heraus. Aufgrund der Hitze hatte kein Fahrer Bock daruf, sich beim Warten auf die grüne Ampel von den gnadenlosen Sonne grillen zu lassen, deswegen, standen alle in dem kurzen Tunnel zwischen Fahrerlager und Boxengasse von wo gestartet wurde. Nur wir nicht, wir fanden unseren Schatten vor den Boxen, direkt an der Ausfahrt und so waren wir in den letzten zwei Turns immer zuerst auf der Strecke und genossen das Gefühl den kompletten Kurs eine zeitlang für uns zu haben. Mark setzte sich mit der TL1000S recht schnell von unseren 600ern ab, doch ich wertete es schon als persönlichen Erfolg, über die komplette Distanz an Helmuts 636 dranbleiben zu können. Überholen war zwar kaum drin aber immerhin “zog” er mich zu einer 2:04.5 was dann mein bestes Ergebnis bleiben sollte.
Morgen mehr…

Tags: GPS, Laptimer, Oschersleben, Rennstrecke