Die MoppedBlog-Suche bestätigte es mir: “ja die kennst du doch noch…“. Zwei Jahre später, wieder auf der Tokyo Motor Show, präsentiert man nun die CB1100, die damals nur als Konzept ausgestellt wurde. Da bietet es sich doch an, mal das Konzept mit dem Motorrad, das nun die Serienreife erreicht hat zu vergleichen. Zumindest optisch, denn ganz so viele Details gab es damals nicht und sind auch jetzt noch nicht verfügbar (ausser geschätzten 100PS für 10k€).
Honda CB1100F - Konzept 2007
Honda CB1100 - Serienreife 2009
Der gedrungene Look des Protypen gefällt mir deutlich besser als der des Serienmodells und das Motorrad ist längst nicht mehr so ‘clean’ wie vor zwei Jahren. Ich denke, dies ist wohl hauptsächlich dem Umstand geschuldet, das fertige Motorrad günstiger (z.B. geänderte Federbeine), praktischer (Spiegel in den man was erkennen kann) und zulassungsfähiger (Blinker?, Sitzbank mit Haltegriff?) zu machen.
Auch wenn ich mir über eine Umsetzung der CB1100R gefreut hätte , es bleibt ein würdiger Nachfolger für die CB750 und tatsächlich eines der letzten luft-/ölgekühlten Moppeds auf dem Markt.
Jetzt ist es schon über zwei Jahre her, dass ich das letzte mal etwas über die Ablöse-Serie der 250er Zweitakter in der MotoGP geschrieben habe. Dabei haben sich mittlerweile so einige Dinge konkretisiert und werden praktischerweise im folgenden Video des Einheitsreifenlieferanten Dunlop erklärt.
Das hört sich nach einer ziemlich unaufgeregten Rennserie und fast schon wie ein Markencup (schließlich werden alle Teams den gleichen 600er Honda Motor fahren) an. Die Vorgaben für die Moto2 waren aber klar: günstig sollte die Serie für die Teams werden und wenn man die Entwicklungsarbeit auf das Chassis beschränken kann und teure Komponenten wie Titankomponenten oder Carbonfelgen verboten sind, gestaltet sich so eine Rennsaison schon mal deutlich günstiger.
Moto2 versteht sich also nicht mehr als Entwicklungsplattform für zukünftige Serienmodelle der Hersteller, doch da war man mit den 250er Zweitaktern auch schon meilenweit vom aktuellen Motorradmarkt entfernt. Vielmehr sollen hier nun die zukünftigen MotoGP-Fahrer herangezogen werden und um die besten Fahrer zu ermitteln eignet sich eine Rennserie mit einheitlich Motoren und Reifen natürlich bestens. Mit bislang 39 Fahrermeldungen für die neuen 600er scheint das Konzept bei den Teams gut angekommen zu sein und wird bestimmt auch ein attraktiveres Startfeld als die aktuelle MotoGP bieten.
Was fehlen wird, ist die Identifikationsmöglichkeit mit den angestammten Motorradherstellern – es sei denn man wird nächstes Jahr Fan von Red Bull, Morikawi oder BQR. Ausnahme: Bimota wird wieder im Rennzirkus mitmischen und ein eigenes Chassis bauen. Die Verwendung von zugekauften Motoren hat dort ja aber auch Tradition.
Jeder Motorradbegeisterte schätzt andere Dinge an Motorrädern und am Motorradfahren. Viele schätzen auch das Drumherum und die Gemeinschaft mit Gleichgesinnten. So bestimmt auch diese Harley-Davidson-Freunde in den USA…
…und jetzt stelle ich mir vor: ich, vor Ort, Integralhelm unterm Arm und meine silber-weisse Sportkombi an.
PS.: Glaubt mir, die übelsten Fotos habe ich aussortiert…
Tags: CBR1100, Honda, Tokyo Motor Show