Dies sind die Beiträge aus der Kategorie Meinung. Für das MoppedBlog in seiner Gänze klicke oben auf das Logo.


Die MoppedBlog-Suche bestätigte es mir: “ja die kennst du doch noch…“. Zwei Jahre später, wieder auf der Tokyo Motor Show, präsentiert man nun die CB1100, die damals nur als Konzept ausgestellt wurde. Da bietet es sich doch an, mal das Konzept mit dem Motorrad, das nun die Serienreife erreicht hat zu vergleichen. Zumindest optisch, denn ganz so viele Details gab es damals nicht und sind auch jetzt noch nicht verfügbar (ausser geschätzten 100PS für 10k€).

Honda CB1100F - Konzept 2007

Honda CB1100F - Konzept 2007

Honda CB1100 Serienreife 2009

Honda CB1100 - Serienreife 2009

Der gedrungene Look des Protypen gefällt mir deutlich besser als der des Serienmodells und das Motorrad ist längst nicht mehr so ‘clean’ wie vor zwei Jahren. Ich denke, dies ist wohl hauptsächlich dem Umstand geschuldet, das fertige Motorrad günstiger (z.B. geänderte Federbeine), praktischer (Spiegel in den man was erkennen kann) und zulassungsfähiger (Blinker?, Sitzbank mit Haltegriff?) zu machen.

Auch wenn ich mir über eine Umsetzung der CB1100R gefreut hätte , es bleibt ein würdiger Nachfolger für die CB750 und tatsächlich eines der letzten luft-/ölgekühlten Moppeds auf dem Markt.


Nach sieben Jahren auf dem selben Motorrad ist es entweder Zeit sich schnell mal was Neues zu gönnen oder man fährt eben dieses Motorrad sein Leben lang. Ich habe mich ja für die erste Variante entschieden und bin von der Thundercat auf die R6 gewechselt.

Eigentlich kein radikaler Bruch, schließlich ist die YZF600R Thundercat die “Ur-Oma” der YZF-R6. Betrachtet man das Baujahr 2005, liegen nur zwei R6-Modelle zwischen den beiden Motorrädern die ich noch) die Cat soll ja verkauft werden) besitze.

Auf die Frage, was denn mein neues Motorrad vom Alten unterscheide berichte ich dem Laien meist etwas wie “rund 30 Kilo leichter, 20 PS mehr und ein besseres Fahrwerk”, doch ein wenig mehr ist es doch.

R6 vor Thundercat

R6 vor Thundercat

2005 und 1996

2005 und 1996

Die Fotos machen es eigentlich deutlich: Yamahas 0,6 Liter-Sportler ist über die Jahre ganz schön geschrumpft. Ausladende Verkleidungen sind out, alles was sich jetzt noch dem Wind entgegenrichtet ist der Fahrer selbst. Dies macht sich ab 180 km/h bereits deutlich bemerkbar. Während man mit der Thundercat (+ Racingscheibe) noch bei 200 Sachen recht entspannt Reisen konnte, drückt nun auf der R6 der Wind gnadenlos gegen den Helm. Ein Verstecken hinter der (Original-)Scheibe ist nicht vollständig möglich. Die gegenüber der Thundercat 30 km/h höhere Topspeed (265 km/h) habe ich auf meinem Neuerwerb jedenfalls noch nicht erreicht.

Wenn man sich erst mal daran gewöhnt hat, den Motor konsequent über 5000 Touren zu halten macht das Konzept aller aktuellen 600er (Prinzip “Luftpumpe”) richtig Spaß. Der Motor schnellt freudig und quasi widerstandslos nach oben und will, kaum sind 8000 zusätzliche Umdrehungen vergangen in den nächsen Gang geschaltet werden. Als Fahrer muss man sich nur diesem Willen beugen und dabei gut festhalten. Das geringe Gewicht tut sein übriges…

Thundercat vor R6

Thundercat vor R6

Was fiel mir noch auf während der ersten 700km mit dem neuen Spielzeug:

  • Bei (richtig) flotter Fahrt rauschten 7 Liter auf 100km durch den Motor… Habe ich mit der Thundercat nur auf der Rennstrecke geschafft. Vielleicht sollte ich mich etwas beherrschen…
  • Das Motorrad will schnell(er) gefahren werden. Momentan falle ich noch ständig viel zu tief in eigentlich bekannte Kurven und muss dann wieder Gas zur Stabilisierung geben.
  • Der LeoVince bollert richtig laut. Wahrscheinlich zu laut für einige Strecken – und das mit ABE. Abhilfe: Original-Topf ersteigert.
  • Der Wendekreis der R6 ist größer als bei der Thundercat. Beim Rechtsabbiegen klemme ich mir noch oft die Gashand ein, wodurch die Fuhre natürlich gleich wieder unruhig wird.
  • Die Sitzposition ist (für mich) wirklich kommod. Nach ein bis zwei Stunden Fahrt spüre ich allenfalls ein wenig mein Hinterteil, dass die straffe Federung und die etwas härtere Sitzbank noch nicht gewohnt ist.
  • Das Rangieren geht nun wirklich leicht von der Hand, der Gewichtsunterschied wird hier genauso deutlich wie während der Fahrt.

Fazit: Die R6 und ich könnten gute Freunde werden.


Natürlich sollte man sich erst einmal im Klaren sein, was man überhaupt sucht. Leichter, agiler und gerne etwas kräftiger als die (gute alte) Thundercat sollte das neue Motorrad sein. Auf eine 600er hatte ich mich auch schon festgelegt, ich glaube ja immer noch, dass 180PS aus 1000 Kubik (für mich) zu viel des Guten sind und ich diese nicht mal auf der Rennstrecke, geschweige denn auf der Landstrasse auf den Asphalt bringen würde.

Yamaha R6

Yamaha R6

Das Wälzen der (historischen) Fachliteratur brachte zu Tage, dass anno 2005 neue Modell der R6 und der ZX6-R erschienen und sich wacker schlugen. Hondas CBR600RR erntete zwar meist die Siegeslorbeeren, doch irgendwie machte mich die Maschine emotional nicht wirklich an, außerdem wurde sie meist rund €500 teuerer gehandelt als die Modelle von Yamaha oder Kawasaki. Weiter abgeschlagen im (Test-)feld landeten dann die kleine Gixxer sowie die 650er Triumph.

Kawasaki ZX-6R

Kawasaki ZX-6R

Ich muss zugeben, auch die Kawasaki hatte letztendlich schlechte Chancen, da ich mich nicht dazu durchringen konnte, ein limettengrünes Motorrad in den Carport zu stellen und somit kamen 80% der sich auf dem Markt befindlichen ZX-6R 636C nicht in Frage. Vielleicht hatte Yamaha aber auch einen kleinen Markenbonus bei mir. 7 Jahre Yamaha fahren prägen vielleicht doch.

Also erst mal nach R6en gucken, am liebsten in schwarz…

Bei der ersten Besichtigung Anfang Mai kam es nicht einmal zu einer Probefahrt. Von Weiten schaute die Maschine noch ganz ordentlich aus, doch bei genauerer Betrachtung kamen diverse Kratzer und Schrammen auf beiden Seiten zum Vorschein und auch am Randes des Tanks schimmerte es an einer Ecke rot durch. “Der war eigentlich rot, hat der Vorbesitzer überlackiert. Ist doch besser als eine Beule im Tank, oder?”, antwortete der jugendliche Verkäufer, der die Maschine erst seit 2 Wochen besaß und nun auf R1 umschwenken wollte. Ob ich mich darauf einlassen sollte? Beinahe froh war ich, als ich bemerkte, das der Lenkanschlag auf einer Seite ausgebrochen war. Offensichtlich war die Maschine mehr als nur einmal umgekippt – da musste schon ein wenig mehr Energie im Spiel gewesen sein. Der Verkäufer wusste von nichts und so wie er guckte, konnte ich ihm das auch fast glauben. Eine Woche später stand die R6 für €400 weniger aber als “Umfaller, der als Unfallfahrzeug verkauft wird” bei mobile.de…

Zumindest konnte ich aber schon mal auf der Yamaha Platz nehmen und die Sitzposition wurde von mir als regelrecht kommod befunden. Anscheinend war ich also schon auf dem richtigen Weg…

Die zweite R6 wurde bei eBay versteigert und stand östlich von Hamburg zur Vorabbesichtigung bereit. Ein wirklicher Leckerbissen. Der Besitzer hatte den Winter offensichtlich im Keller verbracht und allen Anschein nach gute Bekanntschaft mit einem Pulverbeschichter geschlossen. Felgen und Armaturen waren glasgestrahlt und vesiegelt, der MIVV-Endtopf höhergelegt, Alarmanlage eingebaut, Schaltwellenverstärkung, selbst der eigengefertigte Kennzeichenhalter war pulverbeschichtet. Alles perfekt und dennoch nicht aufdringlich. So sollte optisches Tuning aussehen. Auf meine Frage wieso denn bei eBay versteigern und nicht bei mobile.de und Konsorten kam als Anwort “Wieso, die steht doch bei mobile.de.” “Echt, zu welchem Preis denn?” ” €7000.” Innerlich schluckte ich, ließ mir aber nichts anmerken. Bis €1500 über mein persönliches Limit hatte ich den Suchagenten natürlich nicht eingestellt. Als sein eBay Mindestgebot nannte er mir €6500 und wohl wissend nicht bis dorthin mitbieten zu können nahm ich noch die angebotene Probefahrt wahr.

Bis ca. 4000 Umdrehungen kommt die R6 selbst dem Besitzer einer 13 Jahre alten 600er ziemlich schwachbrüstig vor aber das Drehzahlband sieht ja noch locker 10.000 weitere U/min vor… Und die hatten es wahrlich in sich. Fast ohne Widerstand schnellt der Motor hoch und reisst Krad und Fahrer mit sich. Dazu die Leichtigkeit des sprichwörtlichen Fahrrads. So sehen sie also aus die aktuellen Supersportler. Respekt.

Die Auktion endete mit einem Maximalgebot von rund €5100, obwohl ich bis über €5500 bot. Aktuell steht die Maschine wieder bei eBay drin. Ich wünsche dem Verkäufer, dass er das Schmuckstück zu einem guten Preis los wird, auch wenn der das Geld “nur” für den Hausbau verwenden wollte…

…to be continued…


Zwei faszinierende neue Motorräder und die Frage “Wer schlägt sich auf der (Land-)Straße besser?”
Die Jungs von MCN haben eine wirklich schwere Entscheidung getroffen…

Der Test auf der Rennstrecke steht freilich noch aus, doch letztlich werden die Käufer der beiden Maschinen (die performancemäßig ja wirklich dicht beieinander liegen) ihre Entscheidung aus dem Bauch heraus treffen.
Sowohl R1 als auch RSV4 bieten schließlich jenseits aller Technik und PS-Zahlen noch eine Menge Emotionen.


sunax_1

Nach dem Einbau

sunax_2

Vor dem Einbau

Ein kleines Restguthaben auf meiner Louis-Kundenkarte verleitete mich vorgestern zu folgendem Spontankauf: Ein SUNAX “Classic” Blend- und Sonnenschutz.

Nachdem mir vor einiger Zeit von einem begeisterten Benutzer dieses kleine Stück durchsichtigen Kunststofflaminats nahegelegt wurde und ich letzte Woche kurzzeitig wieder einhändig gefahren bin weil ich mir die Hand vor den Helm halten musste, um mich gegen die tiefstehende Sonne zu wehren, hielt ich die €20 Euro für gut angelegtes Geld.

Der Einbau dauerte vielleicht 2-3 Minuten, danach saß die Blende vorschriftsmäßig und ich trat gegen 17 Uhr eine Testfahrt Richtung tiefstehender Sonne an.

Die Sonnenblende funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie die Sonnenblende im Auto, also Blendfreiheit durch Schattenwurf auf die Augen mit dem Unterschied dass der Motorradfahrer durch die Kopfneigung die Schattenfläche selbst beeinflussen kann.

Ähnlich wie bei der Verwendung des Pinlock-Visiereinsatzes braucht man erst wieder ein paar Minuten, um sich an die Kante im oberen Sichtfeld zu gewöhnen. Kommt dann noch eine überlagernde Kante wie von einem Anti-Beschlag-Einsatz ins Spiel braucht es noch ein wenig länger. Trotzdem, wenn man erst mal wieder auf die Straße schaut, anstatt Löcher in die Luft zu gucken, ist alles wieder in Ordnung.

Mein Fazit: Das teure Stück Plastik bleibt drin. Bei Fahrten gegen die Sonne ist es wirklich unglaublich angenehm unangestrengt gucken zu können und der Blendschutz ist auch deutlich höher als beispielsweise bei meinem leicht getönten Visier. Ein Sicherheits- und Komfortgewinn. Ob das Ganze auch für den Rundkurs taugt, wo man ja in eher geduckter Haltung unterwegs ist, teste ich ein anderes Mal…


Es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass einen allein der Besitz eines Motorrades zur coolen Sau macht.

Das ist in der Realität nicht der Fall und man sollte es tunlichst vermeiden mit seinem neu gewonnenem Selbstvertrauen vor eine Kamera zu treten oder gar zu singen. Hier zwei Videos zur Abschreckung:

Zum Glück verstehe ich weder den einen noch den anderen Songtest…

Ausgegraben vom twowheelsblog


MoppedBlog-Suche

Feeds

    RSS - Beiträge         RSS - Kommentare
    Beiträge     Kommentare