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Letzte Woche kam mein knapp zweijähriger Sohn mit einem Spielzeugmotorrad nach Hause, welches er beim Einkaufen unbedingt haben musste. Ich sah mich genötigt, folgendes zu twittern:

Der Tweet von neulich...

Der Tweet von neulich...

Das verlinkte Foto ist dieses hier…

Zuerst wurde mir ja unterstellt, ich hätte ihm das neue Spielzeug untergeschoben aber da ich beim Einkauf gar nicht zugegen war, fragte ich mich, ob der Wunsch ein (Spielzeug-)Motorrad zu besitzen bzw. eines zu fahren eigentlich genetisch verankert sein kann, oder ob es einfach Prägung durch die Umgebung ist. OK, die Frage ist – vom Motorradspekt mal abgesehen – nicht wirklich neu, damit beschäftigen sich Genetiker und Umweltpsychologen schon ziemlich lange.

Für mich selbst kann ich die Frage beantworten: Ich wurde anno 1999 von guten Freunden angefixt und machte im folgenden Jahr den Moppedschein. Ein klassischer Fall von Gruppenzwangdynamik…

Und bei Euch? Wurde Euch das Zweiradfahren in die Wiege gelegt oder waren es externe Einflüsse? Zeit für eine neue Umfrage! Falls Eure Antwort nicht ins Schema passt, einfach eine neue Option eingeben oder in den Kommentaren antworten.

Wie kamst Du zum Motorradfahren?
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Leise knatternd bog ich mit der CBR125R wieder auf den Hotelparkplatz, da schweifte mein Blick schon durch die gelichteten Reihen der Testmotorräder. Was darf’s denn als nächstes sein?

Marc war auch schon wach und hatte die Zeit genutzt, erst einmal alle Testmoppeds zu fotografieren (clever, dann muss man nicht auf die Pressefotos zurückgreifen, die eh schon fast jeder kennt). Für seinen ersten Turn konnte ich ihm die kleine 125er ans Herz legen, die aber sowieso auf seiner Wunschliste stand.Nachwuchkompatibilität testen und die Frage, ob eine moderne 125er eher zuviel oder zuwenig Motorrad für die kommende Motorradfahrergeneration ist.

Und was nehme ich? Irgendwie stach mir die Transalp ins Auge. Ich glaube, eine Fireblade wäre auch noch frei gewesen, aber das wäre wohl eine zu ungleiche Tour gewesen. Achtfacher Hubraum und fast dreizehnfache Leistung im Vergleich zur CBR125R – das hätte uns wohl beiden keinen Spaß gemacht. Also kurz Probesitzen auf der hübsch lackierten Reiseenduro (“Oh, so hoch ist die ja gar nicht, und ein Navi ist auch dran…”) – Passt. Kurz Bescheid sagen beim Orga-Team (“Ich nehme jetzt die Transalp”) und los geht’s.

Das ist schon was anderes. Der V2 zieht mich am Ortsausgangsschild mühelos in den dreistelligen km/h-Bereich und gleich in der ersten Kurve macht sich der endurotypisch hohe Schwerpunkt bemerkbar, der die Maschine locker um die Ecke kippen lässt. Alles easy. Die Transalp lässt sich schön in Schräglage drücken und verhält sich ansonstent (im besten Sinne) unspektakulär. Lockeres durch-den-Wald-blubbern eben. Dafür reichen 60PS locker.

Honda Transalp

Honda Transalp

Kurzer Zwischenstop für ein paar Fotos und einer Marc abgenötigten Stellungnahme zur 125er (mal gucken, ob ich das Video noch online stelle…) und weiter geht’s zum nächsten Testkandidaten.

Die feuchten Straßen trockneten langsam auf und auch die Temperaturen waren bestimmt schon im zweistelligen Bereich (die Lederkombi anstelle von Textil mitzunehmen war definitiv die richtige Wahl), da konnten wir es jetzt etwas sportlicher angehen. Und welch ein Glück, die beiden Vertreter der Sportfraktion waren frei. Ich schnappte mir die einzige verfügbare CBR600RR und Marc eine der beiden Fireblades, die sich im Fuhrpark befanden. Nichts gegen das V2-Blubbern der Transalp aber wie so ein Supersportler einen ähnlich großen Hubraum akkustisch in Szene setzt, macht mich einfach mehr an.

Marc und ich mit den RRs

Marc und ich mit den RRs

Wir entschieden uns diesmal für den etwas längeren Rundkurs und machten uns “eilig” davon. Diesmal musste ich auch nicht so oft in den Rückspiegel schauen, ob Marc noch da ist, schließlich hätte ihm jederzeit ein kurzer Gasstoß gereicht, um wieder zu mir aufzuschließen.

Honda CBR600RR

Honda CBR600RR

Die CBR600R lässt sich von ihrer Spezifikation her eigentlich hervorragend mit meiner R6 vergleichen, auch wenn 5 Jahre Altersunterschied mitunter Welten im Sportlerbusiness sind. Doch um das wirklich beurteilen zu können, müsste ich wohl (sehr viel) öfter mal ein anderes Mopped unter die Lupe nehmen, als ich es momentan tue und es vor allem mehr fordern, als es auf knapp 40 mir unbekannten Landstraßenkilometern möglich ist.

Dennoch, ein paar Dinge lassen sich festhalten: Der Motor geht butterweich und hat (im Vergleich zur R6) einen Hauch mehr Punch untenrum. 120PS sind für einen Supersportler heutzutage ja eher unterer Standard aber so lange man mit weniger als 10.000 U/min unterwegs ist, ist man für das zusätzliche Drehmoment, auf dass der Motor anscheinend ausgelegt ist durchaus dankbar.

Aaron ermutigte uns ja noch, das Race-ABS mit dem unsere beiden Sportler ausgestattet waren einmal auszutesten, doch entweder habe ich mich nicht richtig getraut oder es regelt einfach zu sanft. Jedenfalls trat ich auf einer feuchten, leicht schmutzigen Waldstrasse mal beherzt auf die Hinterradbremse und konnte zwar eine anständige Bremswirkung ausmachen, bekam aber kein Feedback, ob da jetzt ein Computer regelte oder nicht. Richtig interessant wäre es, das System mal bei einer Notbremsung oder nach einer langen Gerade auf der Rennstrecke im Anflug auf die nächste Kurve auszuprobieren. In beiden Situtation würde ich doch gerne blockierende Räder vermeiden.

Damit ich mit der CBR600RR glücklich werden könnte, müsste ich aber noch ein wenig an der Ergonomie feilen. Sagte man den supersportlichen Hondas doch immer nach, dass man sich sofort “zu Hause”  fühlen würde, passte es bei diesem Modell bei mir nicht so richtig. Ich denke, da müsste ein anderes Paar Fußrasten her, die standardmäßigen waren irgendwie zu weit vorne und ich meine, meine Knie hätte auch woanders sein müssen… Trotzdem, unsere “Supersportler-Runde” war ganz schön schnell zu Ende und Marc zeigte sich besonders beeindruckt von der schier endlos verfügbaren Leistung der Fireblade.

Wieder in Weibersbrunn angekommen wurden wir schon von der Honda-Crew erwartet, die die Tanks der Moppeds auffüllen wollten und uns ins Hotel schickten, wo schon die Präsentation der Neuigkeiten lief… Da hatten wir wohl die Veranstaltungs-Agenda nicht ganz verinnerlicht.

Wir lauschen der Produktpräsentation

Wir lauschen der Produktpräsentation

Während die Vertreter der Presse fleissig mitschrieben (und Marc und ich parallel ein paar Tweets absetzten), zeigte der Beamer und die Honda PR-Abteilung, was es an Produktneuigkeiten zu berichten gab, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf die VRF1200F und deren technische Besonderheiten gelegt wurde. Wer in den letzten Wochen und Monaten ein wenig die Fachpresse (bzw. Blogs) verfolgt hat, erlebte aber keine Überraschungen.

Anschließend gab es lecker Mittagsbuffet, ich wurde über meine sich geänderten Rückreiseplände (Bahn statt Flug) informiert, und wusste auch schon, welches Mopped ich mir jetzt gleich schnappen würde…

[Fortsetzung folgt...]


Vor einer Woche war ich für drei viel zu kurze Tage in London. Der Kurzurlaub hatte zwar keinen motorradbezogenen Anlass, doch mein Blick schweifte ziemlich oft auf die Zweiräder, die sich dort im Linksverkehr tummelten.

Ich würde sagen, der Motorradanteil am Gesamtverkehr ist in London höher als in den meisten deutschen Städten, was wahrscheinlich nicht zuletzt an der 2003 eingeführten “Congestion Charge” liegt, die für LKW und PKW anfällt, jedoch nicht für Motorräder. Somit spart man als Kradler immerhin £8 am Tag.

Auch bilde ich mir ein, mehr Triumphs gesehen zu haben als anderswo üblich aber das wunder bestimmt auch niemanden…

Trotzdem habe ich nicht bei den Triumphs oder bei den relativ vielen Supersportlern, die ich sah auf den Auslöser gedrückt, sondern wunderte mich eher, gleich zwei Thundercats auf die Linse bannen zu können:

London Thundercats

London Thundercats

Schön aber selten…

Weder fahrbare noch wirklich “richtige” Motorrädern gab’s dann am Camden Lock Market zu sehen. Dafür waren sie aber hübsch aufgereit und jeder der wollte konnte seinen im umgebenden Food Market erstandenen Snack auf den Sitzbänken zu sich nehmen.

Halbe Scooter in Camden Lock

Halbe Scooter in Camden Lock

Und natürlich ist London auch sonst mehr als nur eine Reise wert…


Eigentlich hatte ich am Wochenende keine Zeit für’s Mopped, doch trotzdem musste die Plane jetzt doch mal runter und wenn man eh schon dabei ist, kann man ja auch noch schnell die Batterie einbauen.

Hauptbedenken bei Auspacken und Wiederinbetriebnahme waren einmal, ob mir die Batterie den langen, kalten Winter, den sie im Schuppen verbringen musste, nicht vielleicht doch übel genommen hat und wie die R6 den Schlag mit einer Holzlatte, die sturmbedingt an der rechten Moppedseite entlangsäbelte verdaut hat. Unter der Plane fühlte ich schon daß der Blinker den Schlag ausbaden musste und plötzlich ziemlich locker saß – hoffentlich war da nicht noch mehr passiert (history repeating)…

Beim ersten feierlichen Anlassen habe ich dann einfach mal die Videofunktion der Digicam bemüht:

Sehr schön. Wie man sieht: Batterie und Blinker tuns noch – auch wenn letzterer vielleicht etwas Sekundenkleber nötig hätte. Der entstehende Rauch rührt übrigens vom WD-40 (meine übliche Winterkonservierung), welches sich langsam verflüchtigt.

2010 kann jetzt losgehen.


Quasi “last-minute” noch mal mein persönlicher Rückblick auf das vergangenen Jahr 2009 sowie der Ausblick auf 2010…

Also, was passierte 2009 nun so motorradtechnisch?

Neues Motorrad

Die Trennung von der Langzeitbeziehung Thundercat fiel zwar schwer, doch das bessere ist nunmal des guten Feind und meine neue R6 ist fahrtechnisch nunmal einfach ein Traum. In der halben Saison in der ich das Mopped hatte kam ich immerhin auf 2300km – nicht viel, aber immerhin…

2 x Oschersleben

Einmal mit der YZF600R, einmal mit der R6. Über sieben Sekunden schneller – aber da geht noch was… Ich bin endgültig rennstreckensüchtig, leider gibt’s viel zu wenig Gelegenheiten, Zeit und Geld…

Motorradbloggersauerlandtour

Danke nochmal an Marc für die Einladung, eine klasse Tour durch das Sauerland war das! Das Highlight war natürlich, mal die Twitaliener Alexander, Marc, Patrick und Stephan kennengelernt zu haben. Wir sehen uns bestimmt in 2010 wieder…

Twitter

673 Tweets in einem Jahr, davon viele die einen Blogpost ersetzt haben könnten. Ich bin mir noch nicht sicher, wie ich das finden soll, trotzdem möchte ich Twitter nicht mehr missen…

und 2010?

irgendwie wiederholt sich ja alles… :-)

  • am 31.01.2010 bin ich wieder bei Lothar Schauer zum Indoor-Supermoto fahren. Ich hoffe, die neuen Supermotos sind die €20 extra, die die Veranstaltung nun kostet wert.
  • Für einmal Oschersleben habe ich bereits dieses Jahr schon bezahlt und der Gutschein liegt hier auf dem Schreibtisch. Jetzt gilt es nur noch einen Termin zu finden. Oder zwei…
  • Wie in den letzten Jahren keimte auch in diesem Winter im Freundeskreis wieder der Wunsch auf ein paar Tage in halbwegs erreichbare Hügellandschaften zu fahren (Eifel, Harz, Weserbergland oder so…) Hoffentlich klappt es mal wieder.

…und der R6 und dem MoppedBlog werde ich bestimmt treu bleiben, auch wenn es natürlich immer an Zeit mangelt…


Bereits vorletztes Wochenende begann für die R6 die besinnliche Jahreszeit, die noch bis Anfang März andauern wird…
Einmotten war angesagt, aber zuvor wurde noch mal fleissig geputzt und ein wenig ersteigertes Carbon wollte ich auch noch an die Maschine bringen. Als erstes kam die Hinterradabdeckung von Sebimoto dran. Ein schönes Stück, recht passgenau, nur eine Bohrung für eine Bremsschlauchhalterung musste ich anfertigen, sowie die Bohrungen für die Schrauben erweitern, damit die Buchsen aus der Originalabdeckung hineinpassen.

Vorher

Vorher

Während...

Während...

Nachher

Nachher

Gefällt mir gut, die neue Abdeckung, auch wenn es zwischen Schwinge und Carbon nun ein paar Milimeter Abstand gibt, bedingt durch die Buchsen, die noch die Originallänge haben, die neue Abdeckung aber nun etwas dünner ist als die alte…

Der zweite Carbonisierungsversuch schlug leider fehl. Die zwei Verkleidungsseitenteile hätten bestimmt richtig gut ausgesehehn, doch leider passten sie nicht ans Mopped, da eine Haltenase vorn an der Verkleidung nicht als Nase, sondern als Klumpen ausgeprägt war. Vielleicht muss ich da im Winter oder nächsten Frühjar mal mit dem Dremel bei…

Verkleidungsseitenteile

Verkleidungsseitenteile

Also weiter mit der Putzarie… Nach der Bahndlung mit S100 und ein wenig schrubben, wischen und polieren, stand die R6 schon fast wieder wie neu da.

Gut durchlüften

Gut durchlüften

Noch einmal gut durchtrocknen lassen, Batterie raus, auf alles was irgendwie nach Metall aussieht WD40 drauf, Plane drüber und in eine geschützte Ecke im Carport gestellt – fertig!
Den Quatsch mit dem Teelöffel Motoröl im Zylinder (und dann den Motor noch einmal per Hand durchdrehen… hallo?!) von dem man immer noch hier und da liest erspare ich mir…


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