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Zwei langgezogene Baustellen auf dem Weg zwischen Hamburg und Lüneburg ließen mich rund 5 Minuten zu spät zum “Motorrad-After-Work-Training” beim ADAC in Lüneburg kommen und mir kamen schon alle Teilnehmer auf den Weg zu ihren Moppeds wieder entgegen. Ich erkannte einen der Trainer wieder (und er mich) und durfte mich nach einem “Vorbesprechung hatten wir schon aber Du kennst das alles schon, oder?” mit meiner R6 in die kurze technische Abnahme einreihen.

Berg runter, rum...

Berg runter, rum...

...und wieder rauf.

...und wieder rauf.

Die über 20 Teilnehmer teilten sich in 3 Gruppen auf und es durften Wünsche für das Programm an diesem Abend geäußert werden. Nach ein paar Einführungsrunden über den Rundkurs fanden wir uns im hinteren Teil des Areals wieder, wo wir uns dann mit dem Thema Linienwahl beschäftigten. Wo lenke ich ein, wo ist mein Scheitelpunkt usw. Die Teilnehmer in meiner Gruppe waren allesamt keine Grünschnäbel mehr und schon bald setzte hier und da Metall auf. Eigentlich traurig mit wie wenig Schräglagenfreiheit manche Hersteller  z.B. einen Sporttourer ausstatten… Richtig bedenklich wurde es bei einem 650er Burgman Roller (Chopper und Cruiser waren vom Training ausgeschlossen, an Roller hat wohl keiner gedacht…), der von seinem Besitzer quasi ständig im Grenzbereich bewegt wurde – immer begleitet von unserer Sorge, dass er sich gleich selbst aushebelt.

Etliche Runden führten dann wieder über den Rundkurs und ich konnte nach langer Zeit endlich mal wieder das Gefühl sich verabschiedenden Knieschleiferplastiks vernehmen. Wie schön: in allen möglichen Kurven küsste das Knie den Asphalt. Das linke Knie wohlgemerkt, den der Kurs wird hauptsächlich gegen den Uhrzeigersinn gefahren, andersrum kommen die Kurven irgendwie gar nicht zur Geltung und ich fuhr die Strecke so rum meist einen Gang höher. Außerdem kam meine Rechtskurvenschwäche wieder zu Vorschein. Auf der Kreisbahn attestierten mir meine Mitfahrer einen etwas ungewöhnlichen, weil irgendwie verdreht-verkrampften Stil beim Kreisen im Uhrzeigersinn. Das muss besser werden. Mal sehen wie und wo sich das üben lässt. Andersrum klappt’s ja auch bestens.

Pause

Pause

Nach einer Pause und einem kleinen Snack aus der löblichen Gastronomie vor Ort ging es dann wieder weiter mit Kurven kurven. Teils auf der Rundstrecke oder mal bergauf- bergab über Serpentinen und mit Ausflügen über die Kreisbahn. Alles in einem halbwegs ordentlichen Tempo aber natürlich ohne Druck und mit Überholverbot.

Für mich war das kleine Training am Abend ein Erfolg, weil ich endlich mal die R6 auf etwas anspruchsvollerem Terrain ausprobieren und mehr Zutrauen in die Möglichkeiten meiner Neuerwerbung finden konnte. Die Leichtigkeit des Handlings der kleinen Yamaha ist wirklich beeindruckend und die Michelin Pilot Power 2CT, die vom Vorbesitzer in drei Jahren nie richtig eingefahren wurden sind nun rundum eingeweiht.

Auch das Wetter spielte (fast) mit. Während des Training bauten sich zwar immer wieder dunkle Wolken auf und vielleicht fielen auch ein oder zwei Tropfen aber das wirkte sich nicht auf die Fahrbahn aus. Erst pünktlich zum Ende des Trainings öffnete sich der Himmel und ich benutzte für die Heimfahrt zum allererste Mal die 2001 gekaufte Regenkombi. Ich würde ja jetzt eine Empfehlung für den roten Einteiler von HG aussprechen aber er ist leider nicht mehr im Programm. Das Ding hielt wirklich gut dicht, doch ohne Hilfe hätte ich die Klamotte bestimmt weder an- noch wieder ausbekommen. Und nächstes Mal nehme ich vor dem Überziehen auch die Knieschleifer ab – dann spannt es auch nicht so….


Gestern kam die Teilnahmebestätigung vom ADAC: nächste Woche darf ich Donnerstag Nachmittag/Abend mal wieder das Fahrsicherheitszentrum in Lüneburg besuchen.

ADAC FSZ LG

ADAC FSZ LG

Bislang hatte ich ja noch gar keine Gelegenheit, die neue R6 mal “vernünftig” zu bewegen und sie auch mal abseits des Straßenverkehrs kennenzulernen. Dabei ist doch schon in 4 Wochen ein erneuter Abstecher nach Oschersleben geplant.

Unter halbswegs kontrollierbaren Bedingungen Bremsen, Handling und die Schräglagenfreiheit anzutesten dürfte vor einem Rennstreckentermin ganz hilfreich sein. Außerdem hat es beim letzten Mal einfach richtig Spaß gemacht…

(Ein paar Plätze sind übrigens noch frei. Wer will noch mal, wer hat noch nicht..?)


Gestern war “StartUp-Day” im Fahrsicherheitszentrum des ADAC in Lüneburg. Diverse Händler präsentierten ihre Maschinen und offerierten Probefahrten auf dem Rundkurs des Geländes. “Da könnte man doch auch mal hin”, dachte ich so bei mir und überzeugte auch H. möglichst früh dort aufzuschlagen, um vielleicht noch mal eine R6 oder eine RC8 Probe zu fahren.

Motorrad StartUp-Day in LüneburgMotorrad StartUp-Day in Lüneburg

Anzunehmen mit dieser Idee (kombiniert mit einem bombigen Wetter) allein zu sein ist eigentlich ziemlich dämlich. Bereits eine halbe Stunde nach Beginn waren es schwer noch einen vernünftigen Parkplatz zu finden und bis wir nach 20 Minuten Schlenderns raushatten, wie der Hase lief (Händler stellen Formulare für Probefahrten aus, die Fahrwilligen werden von einem ADAC-Trainer zusammengesammelt und dieser führt dann alle im Gänsemarsch über die Anlage), hatte sich die Wartezeiten für die interessanten Maschinen schon auf zwei Stunden aufsummiert. Schade eigentlich aber H. hat schon recht, dass man besser zum Händler geht, wenn man eine Probefahrt wünscht. Diese dürfte dann auch länger als 10 Minuten ausfallen…

Dann fahren wir eben unsere eigenen Moppeds und zwar zum ersten mal in diesem Jahr wieder über die B195, der wir uns von Süden näherten. Gibt es eigentlich ir-gend-wel-che interessanten Strecken durch das Wendland?! Die B216 fahre ich bestimmt nicht mehr – Immer nur gradeaus durch die Landschaft, erst kurz vor der Elbquerung wurd’s interessant und auf den vielen 90°-Kurven zwischen Dömitz und Boizenburg fühlte man sich dann natürlich gleich wieder wie zu Hause. Über 200km hätten wir mit Probefahrten bestimmt nicht zusammenbekommen… :-)


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