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Wer hätte das gedacht, ein zweiter Trainingstermin in Oschersleben in diesem Jahr. Wie schön, doch mir war es eigentlich schon beim Kauf der R6 klar, dass ich sie möglichst bald auch mal auf der Rennstrecke bewegen wollte.

Als würden meine Mitstreiter Helmut und Mark mir die von mir angedachte Rolle des Gruppenschnellsten nicht gönnen, hatten auch sie kurzerhand ihren Fuhrpark aufgerüstet und so gingen wir nun alle mit neuem Gerät an den Start: Helmut hatte kurzerhand seine 636B gegen eine R1 (RN12) getauscht (vormittags verkauft, nachmittags gekauft) während Mark der Zweizylindrigkeit treu blieb und von der TL1000S auf eine 2004er Mille Factory umschwenkte. Zumindest was die PS-Zahlen anging, musste ich mich also schon wieder hinten anstellen.

Egal, schließlich ein lautete unser Mantra, daß wir nicht auf der Rennstrecke wären um Rekorde zu brechen (höchstens unsere eigenen), sondern um Spaß zu haben und ein bisschen schnell Motorrad zu fahren. Schließlich fahren wir hier mit unseren (uns) teuren Straßenmotorrädern und zu Hause warten noch Familie, Haus und Job auf uns…

Wieviel von solchen Vorsätzen übrig bleibt, wenn man erst mal die Einführungsrunde hinter sich hat, weiß jeder, der schon mal über eine Rennstrecke gefahren ist…

Die R1 war auf dem Weg ein wenig schmutzig geworden...

Die R1 war auf dem Weg ein wenig schmutzig geworden...

Aber der Reihe nach. Die Anreise Richtung Mitte der Republik startete wie schon im Mai, d.h. Helmut holen, Hänger holen, R1 drauf, in HH die R6 drauf und ab nach Gardelegen, wo bereits ein eingeheizter Grill auf uns wartete. Nachdem wir uns gegenseitg zu unseren Neuerwerbungen gratuliert hatten, wurden routiniert Grillfleisch und bernsteinfarbene Brauereierzeugnisse konsumiert, bevor wir Rennstreckenvideos “richtiger” Rennfahrer analysierten und versuchten, den Abend nicht zu spät zu beenden… so etwa 5 Stunden Schlaf sollte man schon haben, wenn man am nächsten Tag Höchleistungen vollbringen will.

Gegen 7:30 kamen wir in der Motorsportarena Oschersleben an und stellten nach Studium des Zeitplanes fest, dass uns ein zwei Stunden kürzeres Training als gewohnt erwarten würde. Bereits um 15 Uhr war das Ende anvisiert, dann würde so eine Art Polo-Cup die Strecke entweihen. Dafür wurde allerdings auch nur in drei Gruppen gefahren, die jeweils 6 Turns à 20 Minuten absolvieren durften (im Mai waren es 7 à 15 Minuten).

Unser Rennsamstag war wettertechnisch eingebettet in einen regnerischen Freitag und einen heißen Sonntag. Mehr als 24 Grad bei etwas Bewölkung sollten es nicht werden und trocken sollte es auch bleiben. Perfekt.

Aprilia Mille Factory wartet in der Morgensonne auf ihren Einsatz

Aprilia Mille Factory wartet in der Morgensonne auf ihren Einsatz

Auf die obligatorische Fahrerbesprechung um 0800 folgen auch schon recht bald die Einführungsrunden, also schnell noch mal pullern, in die Rennkombi schlüpfen und schon mal das Mopped warmlaufen lassen. Natürlich ohne DB-Eater – den Spaß gönnte ich mir.

Nach den zwei Einführungsrunden im Touringmodus bei Überholverbot waren wir dann richtig angekommen in Oschersleben. Die Motorräder waren zwar neu aber die 3,7km kurviges Asphaltband fühlten sich schon wieder sehr vertraut an. Gleich im ersten Turn fuhr ich eine von RaceChrono gestoppte Zeit von 1:56.5 – immerhin 4 Sekunden schneller als meine beste Thundercat Zeit aus dem Mai.

Fortsetzung folgt…


Zwei faszinierende neue Motorräder und die Frage “Wer schlägt sich auf der (Land-)Straße besser?”
Die Jungs von MCN haben eine wirklich schwere Entscheidung getroffen…

Der Test auf der Rennstrecke steht freilich noch aus, doch letztlich werden die Käufer der beiden Maschinen (die performancemäßig ja wirklich dicht beieinander liegen) ihre Entscheidung aus dem Bauch heraus treffen.
Sowohl R1 als auch RSV4 bieten schließlich jenseits aller Technik und PS-Zahlen noch eine Menge Emotionen.


Die Präsentation der neuen R1 habe ich ja urlaubsbedingt ein wenig verpennt, wirklich vom Hocker gehauen hat mich die Optik von Yamahas neuer Tausender aber nicht . Vielleicht verhält es sich ja so wie der der aktuellen Fireblade, die ja auch kein richtiger Hingucker ist, auf dem Rundkurs jedoch alle Vergleiche gewinnt.

Umso schöner ist es, zu sehen, dass Aprilia RSV4 jetzt ebenso aufregend daher kommt, wie damals bei der Premiere des Protyps.

Aprilia RSV4 Factory und Racing-Version

Aprilia RSV4 Factory und Racing-Version

Auch die technischen Daten klingen interessant. Der V4 soll in der Basis- und in der Factory-Version rund 180 PS liefern. Für den Einsatz in der Superbike WM will man bei 15.000 U/min noch 40 PS mehr  herauskitzeln.

Aprilia RSV4 Factory

Aprilia RSV4 Factory

Ganz billig wird die Italienerin dank Traktionskontrolle, Öhlins-Fahrwerk, Dribe-by-wire, verschiedenen abrufbaren Motormappings, etc nicht: €20.000 soll die Basisversion kosten, nochmal 50% mehr wird für die Factory aufgerufen.

Ich bin gespannt, wie sich die neue aus Noale in der Vergleichstests so schlägt. Preislich hat man sich jedenfalls schon abgesetzt…


Braucht noch jemand ein paar detailliertere Bilder von Aprilias neuem Supersportler?

Aprilia RSV 4 - Detail

“Marcello” war bei der Premiere letzte Woche dabei und hat einige interessante Bilder geknipst. Sein Album findet ihr hier.

via | motoblog.it


So sieht sie also aus die Superbike-Version des neuen Vierzylinders von Aprilia. Am Freitag Abend wurde der Schleier in Mailand gelüftet.

Aprilia RSV 4 - (Fotos: Aprilia)

Viel mehr als diese Fotos und die Information, dass der V-Motor in der Rennversion (klassenübliche) 200+x PS bringen soll wurden leider nicht kommuniziert aber man sieht, dass uns auch in der kommenden “zivilen” Version mit Scheinwerfern, Blinkern und Kennzeichenhalter ein formschönes Motorrad erwartet.

Aprilia RSV 4 - (Fotos: Aprilia)

Ab 2009 soll sich die RSV 4 in der Superbike-Serie beweisen. Als Fahrer ist weiterhin Alex Hoffmann im Gespräch der ja auch schon so einige Testfahrten auf der Aprilia absolvierte.


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