20 Mai 2008
Hundertfünfundreißig Stimmen sollten reichen, um sich mal einen Überblick darüber zu verschaffen, ob und wenn ja wo der deutsche Motorradfahrer sich bei Stau auf der Autobahn hindurchschlängelt.
Von denen die überhaupt auf Autobahnen unterwegs sind, versuchen über 90% möglichst mobil zu bleiben. Die laut ADAC einzig legale Möglichkeit ganz rechts [Edit: LINKS!!! ich meinte die ganze Zeit links, verdammt...], neben der Leitplanke (also “normales” Linksüberholen) vorbeizufahren hat niemand für praktikabel befunden. Die meisten halten es doch eher wie die Einsatzfahrzeuge und fahren auf der vielleicht schon vorsorglich freigehaltenen Rettungsspur. Einem knappen Drittel ist es dann auch egal, auf welcher Spur man sich durchmogelt und nur 7% geben an, auf dem Standstreifen zu fahren. Das deckt sich so gar nicht mit meinen letzten Stauerlebnis, wo jeder zweite Motorradfahrer die Spur rechts außen benutzte.
Die Benutzung des Standstreifens ist übrigens bußgeld- und punktetechnisch günstigste Methode voran zu kommen. €50 und 2 Punkte sind für dieses Vergehen vorgesehen. Das “rechts überholen” ist einen Punkt in Flensburg teurer. Welches Fahrstreifenwahl nun aber von der Polzei mit höherer Wahrscheinlichkeit toleriert wird, kann ich nicht sagen…


Tags: Autobahn, Punkte in Flensburg, Rechts-Links-Schwäche, Stau, Umfrage