Neues Motorrad – neuer Montageständer. Logisch, oder?
Naja fast jedenfalls, doch erstens traute ich meinem ersten Ständer nie so richtig über den Weg (wackelig), und zweitens habe ich ja so hübsche Racingadapter an der R6-Schwinge und da will man sich schließlich nicht mehr mit so einer schnöden Schwingenaufnahme abgeben.

Knauserig wie ich nunmal bin habe ich nicht gleich dem erstbesten Edelausstatter 100 oder mehr Euro in den Hals geschmissen, sondern mich nach günstigen Varianten umgeschaut. Gelandet bin ich nach einiger Recherche bei Ricambi-Weiss, deren Angebot für rund €30 einen Montageständer für vorn und hinten sowie verschiedenen Aufnahmen zu liefern ich nicht ausschlagen konnte.  Dieser solle laut einschlägigen Foren für Gelegenheitsbenutzer (wie mich) durchaus tauglich sein und was kann man für das Geld schon falsch machen.

What you get

What you get

Wenige Tage später befreite ich folgende Einzelteile aus dem Karton:

Irgendeine Anleitung gab es keine aber die zwei Schrauben samt selbstsichernden Muttern und Unterlegscheiben fanden auch so den richtigen Platz. Als erstes probierte ich die breite Mittelsteg-Variante aus, die für das liften des Hinterrades gedacht ist.

Nachdem ich die R6 per Holzklotz unterm Seitenständer in eine halbwegs aufrechte Postition gebracht hatte, musste ich nur noch die Racing-Aufnahmen in die Racing-Adapter (man fühlt sich gleicht viel raciger…) plazieren und kurz Luft holen. Nach einem kurzen Ruck am Heber stand die Yamaha fest und sicher mit dem Hinterrad kurz über dem Boden.

Racingmäßig aufgebockt

Racingmäßig aufgebockt

Sehr schön, das war ja easy. Deutlich leichter als mit dem alten Ständer bzw. mit dem alten Motorrad. Es muss ja nicht nur am Montageständer liegen, sondern evtl. auch daran, dass die R6 30 Kilo leichter als die Thundercat ist.

Nach einer liebevollen Putzaktion, um meinen Neuerwerb (also die R6 jetzt…)  in angemessenen Glanz erstrahlen zu lassen, galt es den neuen Ständer mal in seiner Funktion als Vorderrafaufbockhilfe auszuprobieren.

Natürlich ist dies wieder mit einer kleinen Umbauaktion verbunden, um den kleineren Mittelsteg, sowie andere Aufnahmen zu montieren, doch da ich nicht plane wöchentlich mein Motorrad vorne und oder hinten zu heben, habe ich damit nicht wirklich ein Problem.

Montagestaender_3

Vorderrad oben

Das Aufbocken des Vorderrades war ähnlich unkompliziert wie hinten, wenngleich die Aktion natürlich etwas wackeliger ist, da so eine Gabel natürlich etwas “mobiler” ist als die Schwinge. Trotzdem, gleich beim ersten Versuch und ohne fremde Hilfe stand sie wie eine Eins.

Mein Fazit ist also postiv. Der Ständer ist vertraueneinflössend, Handling ist auch OK, was ich mir vielleicht noch gewünscht hätte, wären gummierte Aufnahmen (gut, die Standard-Schwingenaufnahme ist gummiert, aber die benutze ich ja nicht), um Kratzer an meinen €5-Adaptern zu vermeiden, aber ich denke, damit lässt sich erst mal leben. Profis und Leute die öfter an ihrem Mopped schrauben als ich, sollten natürlich eher zu zwei getrennten Ständern greifen.